Waffen aus Fabrik geschmuggelt

Ein 47-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft. Waffen gingen wohl ins Rockermillieu.

© Polizei Hagen

Ein Mitarbeiter des Arnsberger Waffenherstellers Umarex soll über Jahre hinweg Waffen gestohlen und verkauft haben. Die Ermittler gehen davon aus,dass er seit 2016 rund 100 halbautomatische Waffen in Umlauf gebracht hat. Der 47-Jährige sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft Arnsberg hat er in vollem Umfang gestanden. Die Ermittler hatten über einen langen Zeitraum die Spur der Waffen verfolgt. Viele sollen in die Rockerszene gegangen sein, heißt es. Einige von ihnen waren bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen Banden in Hagen aufgetaucht. Heute hatte es erneut Durchsuchungen gegeben.

Auch in Meschede wurden Waffen sichergestellt

Bei den sichergestellten Waffen handelt es sich u.a. um eine Walther P22, sie wird ausschließlich in Arnsberg hergestellt, heißt es. Die Waffen hatten keine Seriennummer und kein Beschusszeichen. Bei dem 47-Jährigen wurden im Laufe der Ermittlungen Waffenteile gefunden, mit denen rund 50 weitere Waffen hätten gebaut werden können. Walther P 22-Waffen wurden u.a. in Meschede, Bielefeld, Dortmund, Bochum, Herne, Köln, Lüdenscheid und Hagen sichergestellt.

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