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Viele schwere Unfälle in Bikeparks
© Trailpark Winterberg
Trailpark Winterberg
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Viele schwere Unfälle in Bikeparks

In den Bikeparks in Schmallenberg-Gellinghausen und Winterberg ist in dieser Saison schon 9 Mal der Rettungshubschrauber gelandet.

Veröffentlicht: Dienstag, 04.08.2026 08:57

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Mountainbiken boomt: Das Sauerland hat eine so große Dichte an Bike- und Trailparks, wie kaum eine andere Region. Gerade in diesen Parks passieren immer wieder schwere Unfälle. Seit Anfang der Saison 2026 im April hat die Polizei im Hochsauerlandkreis im Greenhill Bikepark in Schmallenberg-Gellinghausen und im Bikepark Winterberg 16 Unfälle mit schwerverletzten Mountainbikern registriert. Davon sind 11 in Winterberg verunglückt und 5 in Gellinghausen. Für den Bikepark Willingen gibt es keine Zahlen von der Polizei Waldeck-Frankenberg.

Im Greenhill Bikepark sind erst am vergangenen Wochenende zwei Mountainbiker verunglückt. Im Bikepark Winterberg ist gestern Nachmittag ein 12-jähriger Junge beim Befahren des Freeride Tracks gestürzt. Ein Hubschrauber hat ihn in ein Krankenhaus gebracht.

9 Rettungshubschrauber-Einsätze

Im Bikepark Winterberg ist in dieser Saison bei Unfällen 6 Mal ein Rettungshubschrauber im Einsatz gewesen. In Gellinghausen drei Mal.

Der letzte tödliche Unfall in einem Bikepark in unserer Region ist im Mai 2025 in Willingen passiert.

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Mountainbike-Unfälle passieren in allen Altersklassen

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Das Alter der bisher in dieser Saison in den Bikeparks in Schmallenberg-Gellinghausen und Winterberg verunglückten Mountainbikern liegt zwischen 12 und 56 Jahren. 7 der Fahrer waren unter 18 Jahren. Der Deutsche Alpenverein hat in einem Artikel von Mountainbiken als einer Sportart mit Risikopotential gesprochen. Ein Risiko, dass sich aber durch gute Vorbereitung, gutes Material und guten Schutz minimieren lässt. Auch Nico Brinkmann, der Chef des Bikeparks in Winterberg, hat in einem früheren Interview mit Radio Sauerland Mountainbiken als Risikosportart bewertet. Das sei den Mountainbikern, die in die Bikeparks kommen, aber auch bewusst. Helme sind in den Bikeparks sowieso Pflicht. Aber auch gute Schutzkleidung helfe schwere Unfälle zu vermeiden. Darüber hinaus bieten die Bikeparks bei uns auch Kurse für Anfänger an.

Unfälle in Bikeparks werden als Verkehrsunfälle gezählt

Unfälle in Bikeparks seien schon immer von der Polizei aufgenommen worden, heißt es auf Anfrage von der Kreispolizeibehörde im HSK. Jedoch wurde früher nicht jeder Vorfall zwingend als Verkehrsunfall bewertet, auch wenn die Polizei vor Ort gewesen ist. Seit diesem Jahr werden sämtliche Unfälle in den Bikeparks grundsätzlich als Verkehrsunfall eingestuft. Der Eindruck, dass es in Bikeparks vermehrt zu Unfällen kommt, kann allerdings nicht nur auf die angepasste Regelung zurückgeführt werden, so die Polizei. Auch externe Faktoren, wie beispielsweise eine gefühlt stärkere Frequentierung der Örtlichkeiten, seien Ursachen für die Unfälle.

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