
- Rückgang bei Krebsfrüherkennung im Hochsauerlandkreis
- Nur 37 Prozent der Frauen nutzen Angebote
- Männerquote liegt konstant bei unter einem Viertel
- Krankenkassen übernehmen die Kosten der Vorsorge komplett
Rückläufige Zahlen bei Krebsfrüherkennung im HSK
Im Hochsauerlandkreis sind die Zahlen bei der Krebsfrüherkennung rückläufig. Nach einer aktuellen Auswertung der Krankenkasse AOK NordWest gingen im vergangenen Jahr nur 37,2 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen ab 20 Jahren zur Vorsorge. Im Vorjahr lag der Wert noch etwas höher. Auch bei den Männern über 45 Jahren bleibt die Quote mit gut 23 Prozent im Sauerland auf einem konstant niedrigen Niveau.
Vorsorge kann Leben retten
Die AOK wertet diese Zahlen als alarmierend. Eine frühe Diagnostik kann bei Krebserkrankungen lebensrettend sein, da Tumore oder ihre Vorstufen im Frühstadium deutlich bessere Heilungschancen haben. Finanzielle Gründe für einen Verzicht auf den Arztbesuch gibt es laut der Krankenkasse nicht, da die gesetzlichen Kassen die Kosten für die gesetzlich festgelegten Untersuchungen vollständig bezahlen.
„Vorsorg-O-Mat“ soll Hemmschwellen abbauen
Um bestehende Hemmschwellen bei dem oft als unangenehm empfundenen Thema abzubauen, hat die AOK im Internet den aktualisierten „Vorsorg-O-Mat“ veröffentlicht. Dort können Nutzerinnen und Nutzer die wichtigsten Fragen rund um das Thema klären und prüfen, wann die nächsten Untersuchungen für sie anstehen.
Welche Krebsvorsorge steht Frauen zu?
Frauen ab 20 Jahren haben jährlich Anspruch auf Untersuchungen der Geschlechtsorgane und einen Abstrich. Ab 30 Jahren wird zusätzlich die Brust abgetastet, ab 35 Jahren folgt regelmäßig ein Test auf humane Papillomviren.
Welche Untersuchungen können Männer nutzen?
Männer ab 45 Jahren können einmal im Jahr zur Krebsfrüherkennung gehen. Dabei werden unter anderem die Prostata und die äußeren Geschlechtsorgane untersucht sowie die regionalen Lymphknoten abgetastet.