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Viele Krankmeldungen wegen Atemwegsinfekten
© AOK/colourbox/hfr
Der beste Zeitraum für eine Grippeimpfung sind die Monate Oktober bis November.
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Viele Krankmeldungen wegen Atemwegsinfekten

Bei fast jeder vierten Krankmeldung ist ein Atemwegsinfekt der Grund. Die Krankenkasse AOK rät jetzt zur Grippeimpfung

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Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Atemwegsinfektionen waren im Hochsauerlandkreis im ersten Halbjahr 2026 erneut der häufigste Grund für eine Krankschreibung. Auf sie entfielen 24,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle. Mit Blick auf die kommenden Wochen rät die AOK NordWest dazu, jetzt den Grippeschutz zu prüfen.

Oktober und November sind gute Monate für die Impfung

„Aufgrund der Jahreszeit muss in den nächsten Wochen mit einer weiteren Zunahme von Virusinfektionen gerechnet werden“, sagt Dirk Schneider, Serviceregionsleiter der AOK. Die Krankenkasse ruft deshalb die Menschen im Hochsauerlandkreis zur Grippeimpfung auf. Als günstiger Zeitraum dafür gelten Oktober und November. Nach der Impfung dauert es bis zu 14 Tage, bis sich der Schutz aufgebaut hat.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung insbesondere Menschen ab 60 Jahren. Im Alter lassen die Abwehrkräfte nach. Eine Grippe kann dann schwer verlaufen und etwa eine Lungenentzündung nach sich ziehen. Auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall kann steigen. Bei Menschen mit Asthma kann Influenza die Erkrankung verschlimmern oder einen Asthmaanfall auslösen.

Die Impfempfehlung gilt außerdem für Schwangere und chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen. Auch medizinisches und pflegerisches Personal sowie Menschen mit viel Publikumsverkehr sollen sich laut Impfkommission schützen.

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Grippe ist nicht dasselbe wie eine Erkältung

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Die Zahl der Krankschreibungen wegen Atemwegsinfektionen sagt nicht aus, wie viele Menschen im Hochsauerlandkreis an Influenza erkrankt sind. Zu Atemwegsinfektionen gehören auch gewöhnliche Erkältungen. Eine echte Grippe beginnt häufig mit hohem Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie trockenem Reizhusten und kann deutlich schwerer verlaufen als ein grippaler Infekt mit Schnupfen, Husten und Heiserkeit.

Trotz der möglichen Folgen ließen sich in Westfalen-Lippe im Jahr 2025 nur 24,8 Prozent der AOK-Versicherten ab 60 Jahren gegen Grippe impfen - also etwa jede und jeder Vierte.

Auch Apotheken dürfen impfen

Die Grippeimpfung ist in Hausarztpraxen und anderen Arztpraxen möglich. Erwachsene ab 18 Jahren können sich auch in Apotheken impfen lassen, sofern das dortige Personal dafür entsprechend fortgebildet ist. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für ihre Versicherten; benötigt wird die elektronische Gesundheitskarte. Weil sich die vorherrschenden Grippeviren verändern können, wird der Impfstoff jedes Jahr angepasst.

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