
In einem Putenmastbetrieb in Meschede ist wahrscheinlich die Geflügelpest ausgebrochen. Rund 22.000 Putenhähne aus insgesamt vier Ställen aus einem Betrieb in der Nähe des Hennesees, sind wegen der hohen Ansteckungsgefahr gestern getötet worden, so ein Sprecher des Hochsauerlandkreises.
Wenn sich der Verdacht bestätigt, werden Sperrzonen eingerichtet
Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen (CVUA-Westfalen) hat in amtlich entnommenen Proben den Verdacht des Ausbruchs mit dem Aviären Influenzavirus A nachgewiesen. Entsprechendes Probenmaterial ist direkt an das nationale Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) geschickt, worden. Sobald die Bestätigung des FLI vorliegt, müssen Sperrzonen eingerichtet werden, in denen besondere Schutzmaßnahmen gelten. Dazu gehören je nach Zone eine absolute Stallpflicht, das Verbot des Verbringens von Geflügel, Eiern und Fleisch, eine strenge Desinfektion und Meldepflichten für verendetes Geflügel. Mit einem Ergebnis des FLI wird in wenigen Tagen gerechnet.
Das Kreisveterinäramt empfiehlt allen Geflügelhaltern - insbesondere im Bereich der Stadt Meschede und der Gemeinde Eslohe - ihr Geflügel zum Schutz vor Infektionen eigenverantwortlich vorsorglich aufzustallen.
Im Hochsauerlandkreis gibt es 28 Geflügelhalter mit mehr als 1000 Tieren.