
Rund 200 Gäste aus Schützenvorständen haben sich am vergangenen Freitag vor Ort über digitale Kommunikation, Social Media und neue Nutzungskonzepte für Schützenhallen informiert. „Das Schützenwesen im Sauerland lebt – und wie!“, so die einleitenden Worte von Fabian Veltins, der selbst Mitglied der St. Michaels Schützenbruderschaft Grevenstein ist. „Es ist zu spüren, wie viel Herzblut, Engagement und Gemeinschaftsgeist in den einzelnen Vereinen steckt.“ HSK-Landrat Thomas Grosche wies in seinen Grußworten auf die hohe gesellschaftspolitische Relevanz des Schützenwesens hin, denn durch diese Tradition erfolge ein Brückenschlag von der Historie über die Gegenwart zur Zukunft. Schützenbruderschaften müssten heute aufgeschlossen sein, neuen Anforderungen und dem gesellschaftlichen Wandel zu begegnen.
Schwerpunkte beim Schützensymposium
Das Thema Kommunikation stand in der Mescheder Schützenhalle besonders im Fokus. Alexander Jürgens von der Agentur pro-creativ hat unter anderem vorgestellt, wie sich Vereine heute modern aufstellen können. Dazu gehören eine aktuelle Website, ein durchdachtes Social-Media-Konzept, aber auch klassische Printwerbung und die Zusammenarbeit mit den Medien. „Mit viel Eigeninitiative der Vorstandsmitglieder gelingt so der Austausch mit jüngeren und älteren Schützen gleichermaßen“, so Alexander Jürgens. Der Jägerverein Neheim hat vor Ort seinen Social Media Auftritt präsentiert. Dort setzt man schon länger auf kreative Inhalte in den sozialen Netzwerken, etwa mit humorvollen Videos und besonderen Aktionen.
Im zweiten Teil des Symposiums war die Zukunft der Schützenhallen Thema. Thomas Rottmann von der Agentur Step2 Event hat erklärt, dass Hallen nicht nur für Schützenfeste und Versammlungen genutzt werden sollten. Auch Konzerte, Comedy-Abende oder Sportveranstaltungen könnten zusätzliche Einnahmen bringen. Ein Beispiel dafür ist die Schützengesellschaft Usseln. Dort gibt es bereits erfolgreiche Konzertformate. „Selbst internationale Künstler sind auf uns zugekommen, um in Willingen-Usseln aufzutreten – das macht uns stolz“, so Sebastian Vogel und Markus Schmitz von der Schützengesellschaft Usseln. Außerdem wurde mit der „Hölle“ ein ehrenamtlich betriebener Treffpunkt unter der Schützenhalle geschaffen, so die Usselner Schützen. Viele Vereine haben das Symposium auch genutzt, um Ideen mitzunehmen und sich untereinander zu vernetzen.