Unwägbarkeiten beim Aufforsten

Sauerländer Waldbauern sehen bei der Aufforstung viele Unwägbarkeiten


Im Arnsberger Wald läuft ein Versuch vom "Landesbetrieb Wald und Holz NRW", um Lagerholz vom Borkenkäfer zu befreien und gleichzeitig das Holz bis zu fünf Jahre zu lagern, ohne daß es an Qualität verliert. Das Holz wird unter einer Folie luftdicht verschlossen. Insgesamt wird es 10 solcher Versuchsholzstapel geben, insgesamt werden 3000 Festmeter so gelagert. Ziel ist, den Borkenkäfer aus dem Holz zu kriegen und gleichzeitig das Holz so lange zu lagern bis der Holzpreis wieder attraktiver ist.
© Radio Sauerland

Die Waldbauern im Hochsauerlandkreis sehen die Pläne zur Entwicklung klimastabiler Wälder skeptisch. Niemand wisse, was in 10 Jahren ist, welche Bäume zunehmende Trockenheit und Wärme überhaupt überleben können, so der Vorsitzende des Waldbauernverbandes im HSK ,Nikolaus Bauerdick,im Gespräch mit Radio Sauerland. Bauerdick fordert, dass auch die Jäger mit einbezogen werden müssen. Das viele Wild in unseren Wäldern sei eine Gefahr für neuangepflanzte Bäume. Unklar sei auch, wie die Waldbauern an die angekündigte finanzielle Hilfe kommen. Bauerdick rechnet damit, dass es 3 bis 5 Jahre dauert, bis die durch Dürre und Borkenkäfer geschädigten Wälder im Sauerland aufgeforstet werden können.

Weil die Wälder dazu beitragen die Luft reinzuhalten, kann sich Bauerdick eine CO2 Prämie für die Waldbauern vorstellen.

Waldpakt zwischen Landesregierung und Waldbesitzern

Borkenkäfer und Trockenheit haben dazu geführt, dass es den Wäldern bei uns dramatisch schlecht geht. Landesregierung und Waldbesitzer haben heutein Düsseldorf einen Waldpakt unterzeichnet. Darin betonen sie ihre Verantwortung dafür, vielfältige und klimastabile Wälder zu schaffen. Waldbauern sollen mit Akuthilfen unterstüzt werden.


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