Unserer Wirtschaft geht's gut

Konjunkturumfrage der IHK ist raus

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Der Wirtschaft im Hochsauerlandkreis geht es weiterhin gut, die Lage ist stabil. Das geht aus der Konjunkturumfrage der Industrie-und Handelskammer (IHK) Arnsberg hervor, die heute herausgekommen ist. Teilgenommen haben 450 Unternehmen. Über 90% der befragten Unternehmen geben ihrer Lage zumindest ein „befriedigend“, viele sogar ein „gut“. Die Auftragsbücher sind voll, vor allem das Auslandsgeschäft läuft erfolgreich. Der befürchtete Brexit ist bis Ende des Jahres erstmal berechenbar, und auch die Zoll-Streitigkeiten zwischen China und den USA sind beigelegt. Aber auch das Inlandsgeschäft läuft rund: Dienstleister wie Supermärkte, Gastronomie und Tourismus melden gute Zahlen. Am Bau boomt es nach wie vor. In den kommenden Monaten soll die Wirtschaft im HSK sogar leicht wachsen.

Zukunft ist weiterhin rosig

Die Geschäfte könnten sogar noch besser laufen, wenn es nicht die überbordende Bürokratie gäbe. „Verwaltungsaufwand und Auflagen werden immer höher“, so IHK-Präsident Andreas Rother, „das ist ärgerlich und stört das Unternehmertum“. Auch der anhaltende Fachkräftemangel bleibt ein Bremsschuh. Besonders im IT-Bereich fehlen Fachleute, was bei zunehmender Digitalisierung auf die gesamte Wirtschaft zurückfällt. Trotzdem rechnen 75% der befragten Unternehmen und Betriebe mit besseren oder zumindest gut bleibenden Geschäften.

Bau und Handel boomen

Bauunternehmer machen weiterhin glänzende Geschäfte, weil besonders die Industrie in neue Anlagen und Gebäude investiert. Allerdings kommt es durch fehlende Arbeitskräfte zu ersten Engpässen. Der Handel und der Tourismus profitiert vom Minus-Zins der Banken. Die Kunden sparen weniger und geben mehr Geld in Supermärkten oder für Reisen aus. Die Unternehmen wollen auch in diesem Jahr wieder Geld für Investitionen in die Hand nehmen. Zum einen werden Maschinen ersetzt, die durch die gute Auftragslage stark mitgenommen sind, oder es wird in die Digitalisierung investiert.

Metallindustrie schwächelt

In der Metallindustrie schlägt der Aufwärtstrend nicht so stark durch. Besonders bei den Automobil-Zulieferern geht die Angst vor dem E-Auto um: weniger Bauteile bedeuten weniger Umsatz. Die Branche ist deshalb weiter vorsichtig bei Neueinstellungen und besetzt freiwerdende Stellen nur zögerlich. Das alles bedeutet aber nur eine Beruhigung auf dem Arbeitsmarkt auf hohem Niveau, so ein Sprecher der IHK.

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