
In Sauerländer Städten und Gemeinden soll künftig klimafreundlich geheizt werden. Aber wie kann der Umstieg von fossilen Energien wie Gas und Öl auf erneuerbare Energien gelingen? Dafür erstellen die Kommunen derzeit Konzepte für die sogenannte kommunale Wärmeplanung. Die Städte Arnsberg und Winterberg haben schon im vergangenen Jahr damit begonnen. Andere Städte und Gemeinden sind mittlerweile auch in die kommunale Wärmeplanung eingestiegen. Jetzt auch Sundern.
Wärmeplanung Sundern
Der Auftrag zur Durchführung der Wärmeplanung ist dem Beratungsunternehmen con|energy consult gmbh (ce|co) erteilt worden. Als erfahrener Partner im Bereich des Wärmemarktes wird ce|co die Stadt Sundern durch Expertise und innovative Lösungen unterstützen.
Der Wärmeplan wird von der Verwaltung und dem Beratungsunternehmen in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Sundern erarbeitet. Deren lokales Wissen und technologische Kompetenz seien wichtige Faktoren für den künftigen Umsetzungserfolg der kommunalen Wärmeplanung, so die Stadt Sundern. Darüber hinaus würden weitere relevante Akteure und Multiplikatoren in den Planungsprozess eingebunden.
Das Projekt hat eine geplante Projektlaufzeit bis September 2026.
"Die kommunale Wärmeplanung soll dazu beitragen, Sundern zu einer klimafreundlichen und energieeffizienten Stadt zu machen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und darauf, gemeinsam die Herausforderungen der Energiewende zu meistern", erklärt Bürgermeisterin Jacqueline Bila.
Die Stadt Sundern will die Öffentlichkeit regelmäßig über den Fortschritt der Wärmeplanung informieren. Sobald belastbare Informationen zur Bestands- und Potenzialanalyse sowie zum Zielszenario vorliegen, beabsichtigt die Stadt eine Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen.
Wärmeplanungsgesetz
Das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet die Bundesländer und darüber die Kommunen in Deutschland bis Mitte 2026 (über 100.000 Einwohner) bzw. bis Mitte 2028 (unter 100.000 Einwohner) einen solchen Wärmeplan vorzulegen. Gegenstand der Wärmeplanung ist vollständige Reduzierung der wärmemarktinduzierten CO2-Emissionen bis zum Zieljahr 2045. Die durch den Wärmemarkt verursachten Emissionen umfassen regelmäßig mehr als 40 % der gesamtstädtischen Emissionen. Ferner geht es darum, den Einsatz erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz im gesamten Stadtgebiet zu steigern.
