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Umfrage unter Industrieunternehmen
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Umfrage unter Industrieunternehmen

Viele Unternehmen in der Region stellen sich wegen der aktuellen Herausforderungen breiter auf, so das Ergebnis einer IHK-Umfrage.

Veröffentlicht: Montag, 15.06.2026 09:50

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Industrieunternehmen in der Region stellen sich angesichts der anhaltend hohen wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen strategisch breiter auf. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen, an der sich 483 Industrieunternehmen in Südwestfalen beteiligt haben. 

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (57 %) sieht einen Diversifizierungsbedarf im eigenen Unternehmen. Davon geben etwa 32 % an, das Portfolio in den letzten Jahren bereits diversifiziert zu haben; 25 % planen dies für die nächsten Jahre. 

„Viele Unternehmen prüfen derzeit sehr genau, wie sie ihre vorhandenen Kompetenzen für zusätzliche Anwendungen und Märkte nutzen können. Dabei geht es nicht nur um neue Produkte, sondern häufig auch um die Weiterentwicklung bestehender Technologien und Geschäftsmodelle“, so Jörg Nolte, Hauptgeschäftsführer der IHK Arnsberg, Hellweg Sauerland. 

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Erwartungen

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Besonders groß sind die Erwartungen im Bereich Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. 46 % der Unternehmen sehen hier Chancen für ihr Geschäft. Besonders Unternehmen aus der Metallverarbeitung, dem Maschinenbau und der Automotive und Zulieferindustrie prüfen verstärkt, wie sich bestehende Kapazitäten künftig auch für sicherheitsrelevante Anwendungen einsetzen lassen. Neben der Erschließung neuer Märkte bleibt die technologische Transformation ein zentrales Zukunftsthema. 

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Neue Chacnen

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Acht von zehn Industriebetrieben sehen einen hohen Handlungsbedarf bei Digitalisierung, Datenverarbeitung und Künstlicher Intelligenz. Diese Entwicklungen werden zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, so die IHK. 

Die Region verfüge über eine starke Industrie und technologische Expertise. Gerade in neuen Marktsegmenten würden sich daraus Chancen, bestehende Stärken weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu erschließen, ergeben, so die IHK. Ausgangspunkt dieser Entwicklung sei der anhaltend schwierige wirtschaftliche Rahmen. Hohe Energie- und Rohstoffpreise, Unsicherheiten in internationalen Lieferketten sowie steigende Standortkosten belasten viele Betriebe.

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Investitionsbereitschaft

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Nur 14 % der Unternehmen planen derzeit höhere Investitionen, während 36 % mit einem Rückgang rechnen und viele Vorhaben verschieben oder ganz aufgeben. Diese Rahmenbedingungen wirken sich zunehmend auf die strategische Ausrichtung der Betriebe aus. Wir sehen eine Industrie, die unter Druck nicht stehen bleibt, sondern sich verändert. Viele Unternehmen suchten gezielt nach neuen Geschäftsfeldern, weil die bisherigen Märkte allein keine ausreichende Perspektive mehr bieten, heißt es. Damit seien auch unternehmerische Risiken verbunden. 

Neben neuen Geschäftsfeldern gewinnen auch internationale Kooperationen und strategische Partnerschaften an Bedeutung, so die IHK. Ziel vieler Unternehmen sei, ihr Geschäftsmodell widerstandsfähiger aufzustellen und zusätzliche Standbeine zu entwickeln. Zugleich seit klar: Ob aus dieser Transformation neue Wachstumsimpulse entstehen können, hänge maßgeblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.

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