
Aktuell ist ein riesiger Transformator der Amprion GmbH, einer der vier (Strom-) Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, im Sauerland unterwegs. Er wird zur bestehenden Schalt- und Umspannanlage in Schmallenberg-Arpe transportiert. Dort soll er am Freitagnachmittag ankommen.
Der Transformator war am Montag zunächst per Zug zum Bahnhof Kirchhundem angekommen. Dann wurde er auf ein entsprechendes Fahrzeug, einen Tragschnabelwagen, umgeladen. Dann passierte die Panne. Am Montag Abend konnte wegen eines technischen Defektes der Schwertransport die Brücken auf der B517 nicht überqueren. Der Transport blockierte stundenlang die Bundesstraße. Danach musste erneut umgeladen werden dieses Mal am Bahnhof Altenhundem.
Heute startet der Weitertransport nach Arpe. Er führt über die Bundestraße B236 bis Gleierbrück. Dann geht es über das Gebiet der Stadt Schmallenberg über Bracht, Felbecke und Oberberndorf in Richtung Zielort. Hier soll er im Laufe des Freitagnachmittags ankommen, abgeladen und in die Schalt- und Umspannanlage transportiert werden, so Amprion.
Die Schalt- und Umspannanlage Arpe
Die Anlage ist ein wichtiger „Knotenpunkt“ im Netz des Übertragungsnetzbetreibers Amprion im Sauerland. heißt es. Sie verbindet das Übertragungsnetz von Amprion mit dem Verteilnetz der Westnetz sowie mit bestehenden und geplanten Erzeugungs- und Speicheranlagen.
Zur kontinuierlichen Gewährleistung der Netzverfügbarkeit im
Sauerland muss nunmehr ein weiterer Transformator in der Schalt- und Umspannanlage Arpe bereitgestellt werden.
Da aber aufgrund des geplanten Neubaus einer Brücke in Lennestadt die Anlieferung eines Transformators voraussichtlich ab 2026 für zwei bis vier Jahre nicht möglich sei, müsse der Schwertransport jetzt erfolgen. So könne zudem gewährleistet werden, dass auch im Falle einer Trafohavarie kurzfristig ein Reservetransformator in der Schalt- und Umspannanlage Arpe zur Verfügung steht.
Perspektivisch will Amprion die Umspannanlage noch um einen
weiteren Transformator erweitern. Das dafür erforderliche
Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImsSchG) soll Mitte 2026 starten, der Beginn der Baumaßnahme ist für Anfang 2027 geplant.