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 Traditionelle Donatorenfeierlichkeiten
© Stadt Arnsberg
Mitglieder des Arnsberger Stadtrates und Bürgermeister Ralf Paul Bittner verteilen die beliebten Stütchen aus heimischen Bäckereien.
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Traditionelle Donatorenfeierlichkeiten

In Arnsberg wird an die Waldschenkung vor über 600 Jahren erinnert

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Die Stadt Arnsberg richtet auch in diesem Jahr die traditionellen Donatorenfeierlichkeiten aus. Damit wird an die Waldschenkung im Jahr 1364 durch Graf Gottfried IV. von Arnsberg mit seiner Ehefrau Anna an die damalige Stadt Neheim gedacht. Im Rahmen der Feierlichkeiten finden alljährlich ein Gottesdienst, das gemeinsame Donatorenmahl und die öffentliche Stütchenverteilung in Neheim und Hüsten durch Ratsmitglieder der Stadt Arnsberg statt.

Bereits gestern war eine Delegation aus Arnsberg zur Kranzniederlegung im Kölner Dom. Graf Gottfried IV. ist einer von zwei weltlichen Herrschern, die im Kölner Dom ihre letzte Ruhestätte haben.

Auch 652 Jahre nach der Schenkung bringt die Stadt Arnsberg ihren großen Dank zum Ausdruck und richtet die „gesellige Zusammenkunft“, das Donatorenmahl, zu Ehren des Grafenpaares aus. Der Dankgottesdienst findet in diesem Jahr nicht als Vorabendmesse statt, sondern wird am Sonntag um 11 Uhr im Sauerländer in der Johannes Kirche gefeiert.

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Öffentliche Stütchenverteilung

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Weitere Bestandteile der Donatorenfeierlichkeiten sind die öffentliche Stütchenverteilung und das Graf-Gottfried-Spiel heute. In Neheim führt um 11 Uhr eine Theatergruppe der Graf-Gottfried-Schule auf dem Gransauplatz das Graf-Gottfried-Spiel auf. Anschließend verteilen Ratsmitglieder die traditionellen Stütchen an Kinder und Erwachsene. Am gleichen Tag führen in Hüsten um 10.30 Uhr Schülerinnen und Schüler der Mühlenberg-Schule ihr Graf-Gottfried-Spiel auf dem Marktplatz vor der Kirche auf. Auch hier werden anschließend die Stütchen durch Ratsmitglieder verteilt.

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„Graf Gottfried rockt“ am Gransauplatz

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2024 hat der „Förderverein Altstadt Neheim e.V.“ mit Unterstützung durch das Arnsberger Kulturbüro die Veranstaltung „Graf Gottfried rockt“ ins Leben gerufen. Vor der historischen Kulisse des Gransauplatzes entsteht dabei ein Ort für Begegnungen, der heimischen Bands eine Kulisse für ihre Auftritte bietet. Gestern und heute ab 11 Uhr läuft das Bühnenprogramm.

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Hintergrund

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Im Jahr 1364 schenkte Graf Gottfried IV. von Arnsberg mit seiner Ehefrau Anna der Stadt Neheim einen Wald, den heutigen Stadtwald. Dabei dachte er durchaus eigennützig: Zum einen sollten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt alljährlich für ihn und seine Gemahlin beten und eine „gesellige Zusammenkunft“ abhalten. Zum anderen war die Waldschenkung ein Teil mittelalterlicher Strukturpolitik. Der Wald sicherte langfristig das Wohlergehen der Stadt. Sein Ertrag sollte u.a. zum Unterhalt der Stadtmauer genutzt werden. Eine befestigte, gut funktionierende Stadt war im Mittelalter ein Mittel der Herrschaftssicherung.

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