
Seit dem Herbst laufen im Mescheder Tierheim Bauarbeiten zur Sanierung der Außenanlagen. Im ersten Bauabschnitt werden unter anderem Zäune aufgestellt, eine Hundewiese angelegt und ein neues Kleintiergehege errichtet. In Zukunft sind zudem neue und größere Hundezwinger, weitere Katzenräume und Kleintiergehege, ein neuer Lagerraum für Futter, eine moderne Heizungsanlage, eine Anlage für Fundtiere der Polizei sowie eine Quarantänestation für Hunde geplant. Das seien Maßnahmen, um die Haltung und Versorgung der Tiere nachhaltig zu verbessern und vorgeschriebene Standards zu erfüllen, heißt es vom Mescheder Tierheim.
Fördermittel sollen beantragt werden
Die Finanzierung des ersten Bauabschnitts ist durch Fördermittel gesichert. Um auch für die weiteren Vorhaben Unterstützung zu bekommen, sei immer auch Eigenkapital nötig, das derzeit fehle, heißt es. Deswegen sei das Tierheim auf Spenden angewiesen, um die Sanierung in den nächsten zwei bis drei Jahren fertigzustellen. Wie wichtig Spenden sind, hat zuletzt auch das Tierheim Brilon erfahren, das für eine neue Hütte zur Lagerung von Futter und anderen Utensilien gesammelt hatte und das Vorhaben durch zahlreiche Unterstützer umsetzen konnte.
Neben Spenden gehören kommunale Abgaben oder Fördermittel zu den Einnahmequellen von Tierheimen.
Tiere als Weihnachtsgeschenke
In der Vorweihnachtszeit gilt im Mescheder Tierheim ein Vermittlungsstopp. Damit soll verhindert werden, dass Tiere als Weihnachtsgeschenke unter dem Tannenbaum landen. Davor warnt auch das NRW-Verbraucherschutzministerium.
„Die Entscheidung für ein Haustier sollte wohlüberlegt und unabhängig vom Fest getroffen werden. Tiere brauchen Fürsorge, ein liebevolles Zuhause und dauerhafte Pflege“, sagt Gerlinde von Dehn, die Tierschutzbeauftragte des Landes.
Sie empfiehlt, sich gründlich über die Bedürfnisse eines Tieres vor der Anschaffung zu informieren. Ein Besuch im Tierheim sei dagegen ein gutes Weihnachtsgeschenk, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Auch das Tierheim Meschede rät dazu, vor der Entscheidung für ein Tier, ausreichend zu überlegen und zum Beispiel im neuen Jahr zum Gassi gehen oder Katzen streicheln vorbeizuschauen, um ein erstes Gefühl für ein eigenes Tier zu bekommen.