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Telefonseelsorge Hochsauerland mit Anrufer-Rekord
© Telefonseelsorge HSK
TelefonSeelsorgeleiterin Tina Schwefer
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Telefonseelsorge Hochsauerland mit Anrufer-Rekord

Im vergangenen Jahr haben 5.700 Menschen die Hilfe der Hotline der Telefonseelsorge in Anspruch genommen, mehr als je zuvor. Die Anrufenden kommen aus allen Teilen der Gesellschaft. 

Veröffentlicht: Dienstag, 20.01.2026 14:10

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 „Die TelefonSeelsorge ist nicht nur für den einzelnen Menschen wichtig, sondern auch für die Gesellschaft. So fangen wir zum Beispiel den Mangel an Therapieplätzen auf. Wir hören immer wieder, dass monatelange Wartezeiten normal sind, und in ihrer akuten Not wenden sich Ratsuchende dann an uns. Die Menschen brauchen uns“, so Tina Schwefer, Leiterin der TelefonSeelsorge Hochsauerland. Gemeinsam mit ihrem Team kümmert sie sich bei der Diakonie Ruhr-Hellweg darum, dass an jedem Tag im Jahr ihre ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen rund um die Uhr für Menschen in Not erreichbar sind. Und das Angebot der TelefonSeelsorge wird in der Region sehr gut angenommen: Im letzten Jahr haben sich 5.700 Menschen bei der Hotline Hilfe geholt, so viele wie nie.  „Die komplette Gesellschaft ist einmal vertreten. Frauen, Männer, jung, alt, aus dem ganzen Sauerland und noch weiter. Sie sind verzweifelt, einsam, wütend, haben Existenzsorgen, Eheprobleme und auch Suizidgedanken. Das war jetzt vor allem rund um Weihnachten ein großes Thema, die dunkle Jahreszeit verstärkt Gefühle von Einsamkeit und Ängsten. Wir versuchen, die Menschen in dieser extremen Situation aufzufangen: ein Anker zu sein“, so Schwefer.

Neu im Angebot ist seit letztem Jahr die Mailseelsorge. Ein Angebot für die Betroffenen, die vielleicht nicht so gerne zum Hörer greifen, sich aber ihre Sorgen von der Seele schreiben möchten. Interessierte müssen sich auf der Seite der TelefonSeelsorge www.telefonseelsorge.de registrieren und anmelden. Die Beratung ist kostenlos und anonym und wird bisher im Hochsauerlandkreis ebenfalls gut angenommen, so Schwefer.

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Weitere Ehrenamtliche gesucht

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Getragen wird die Arbeit der TelefonSeelsorge vor allem durch die Ehrenamtlichen. Aktuell sucht die TelefonSeelsorge deshalb wieder neue Männer und Frauen aus der Region, die dieses Ehrenamt ausführen möchten. Die Teilnehmer lernen in der umfangreichen Ausbildung, die 120 Stunden umfasst, Gesprächsführung gepaart mit Selbsterfahrung, Umgang mit aktuellen Themen, Möglichkeiten der Krisenintervention und Suizidprävention. Eine berufliche Vorbildung ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Für die Ehrenamtlichen bietet die TelefonSeelsorge regelmäßig Fortbildungen, den Erfahrungsaustausch im Team und Supervisionen an. Die neue Ausbildungsgruppe soll im März starten. Um besser planen zu können, können sich Interessierte ab sofort bei Tina Schwefer melden. Mitmachen dürfen Menschen ab 25 Jahren, die Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen, eine gute Selbstwahrnehmung und Interesse an psychosozialen Themen mitbringen.

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