
Der Ruhrverband saniert in diesem Sommer den Hanggraben des Beileitungssystems der Sorpetalsperre. Die Arbeiten sind notwendig, um die langfristige Funktionsfähigkeit der Anlage sicherzustellen. Für die Dauer der Sanierung wird das Beileitungssystem ab heute bis voraussichtlich Ende Oktober 2026 außer Betrieb genommen. Während dieser Zeit werden die Abflüsse der Röhr, des Bönkhauserbaches und der Settmecke nicht der Sorpetalsperre zugeleitet. Stattdessen verbleibt das Wasser vollständig in den natürlichen Gewässerläufen, so der Ruhrverband. Im Alltagsbetrieb habe dies in der Regel keine spürbaren Auswirkungen. Bei stärkeren Niederschlägen oder Hochwasserereignissen können die drei Gewässer jedoch höhere Wassermengen führen als während des regulären Betriebs des Beileitungssystems.
Keine Hochwasserschutzfunktion
Fassungsbauwerke dienen der Überleitung von Wasser zur Sorpetalsperre und sind Bestandteil der Wasserbewirtschaftung des Ruhrverbands. Sie erfüllen keine Hochwasserschutzfunktion. Von den erhöhten Abflüssen durch die Sanierungsarbeiten können insbesondere Anlieger entlang der Röhr, des Bönkhauserbaches und der Settmecke unterhalb dieser Fassungsbauwerke betroffen sein. Die unmittelbar betroffenen Anwohner, Betriebe und Unternehmen werden durch Handzettel über die Sanierungsmaßnahme und die möglichen Auswirkungen informiert. Der Ruhrverband empfiehlt, bei angekündigten Starkregenereignissen die örtliche Hochwasserlage aufmerksam zu verfolgen und lose Gegenstände oder Materialien in Gewässernähe vorsorglich zu sichern.
Mit der Sanierung des Hanggrabens investiert der Ruhrverband in die langfristige Betriebssicherheit des Beileitungssystems der Sorpetalsperre. Die Arbeiten sollen nach derzeitiger Planung Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein.