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Tarifabschluss: Mehr Geld für Gastro-Beschäftigte
© Schmallenberger Sauerland/Sabrinity
Hotel Kleins Wiese
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Tarifabschluss: Mehr Geld für Gastro-Beschäftigte

Die Löhne der Beschäftigten in Hotels- und Gaststätten steigen in den kommenden Jahren stufenweise

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Küche, Service, Theke: 6.840 Gastrobeschäftigte im Hochsauerlandkreis bekommen ab Oktober mehr Geld. Der Arbeitgeberverband DEHOGA Nordrhein-Westfalen und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW haben sich nach sehr schwierigen Verhandlungen in der dritten Runde auf einen neuen Tarifabschluss für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe verständigt. Die Vereinbarung schaffe Planungssicherheit bis Mitte 2028, teilt DEHOGA mit.

Löhne steigen schrittweise

Die Löhne steigen in drei Stufen: Zum 1. Oktober 2026 um 2,2 Prozent, zum 1. Januar 2027 um 2,6 Prozent und zum 1. Januar 2028 noch einmal um 2,2 Prozent. Der tarifliche Einstiegslohn liegt durch die derzeitige Regelung bei 14,40 Euro.

Auch Auszubildende profitieren von dem Abschluss. Die Ausbildungsvergütungen steigen zum 1. Oktober 2026 und zum 1. August 2027 jeweils um 20 Euro. Damit erhalten Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr künftig 1.420 Euro beziehungsweise 1.440 Euro monatlich. Der Ausbildungstarifvertrag läuft ebenfalls 24 Monate und soll auf gemeinsamen Antrag für allgemeinverbindlich erklärt werden.

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Gastgewerbe unter Wettbewerbsdruck

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Das Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen befindet sich weiterhin in wirtschaftlich turbulenten und herausfordernden Zeiten. Die Branche steht nach wie vor unter erheblichem Kosten- und Wettbewerbsdruck – Der Mindestlohn beispielsweise wurde zum 1.1.2026 auf 13,90 Euro erhöht und wird zum 1.1.2027 auf 14,60 Euro steigen. Das bedeutet für den Lohneinstieg eine Erhöhung innerhalb eines Jahres von fast 14 Prozent. Ebenso ist nach Zahlen der Arbeitsagentur der Medianlohn im Gastgewerbe zwischen 2020 – 2025 um rund 38 Prozent gestiegen. Gleichzeitig macht Unternehmern und Unternehmerinnen im Gastgewerbe die merkliche Konsumzurückhaltung zu schaffen. Die realen Umsätze im letzten Jahr lagen nach Zahlen von IT NRW 14,9 Prozent unter denen von 2019.

DEHOGA kritisiert Stimmungsmache auf dem Rücken der Branche

„Wir hatten trotz der wirtschaftlich extrem angespannten Situation immer beides im Blick – die Interessen der mehr als 400.000 Beschäftigten und natürlich ebenso die Leistungsfähigkeit der rund 40.000 Betriebe in Gastronomie und Hotellerie. Der jetzt gefundene Abschluss ist hart an der Belastungsgrenze für viele unserer Betriebe“, unterstreicht Andreas Büscher, Verhandlungsführer und Präsident des DEHOGA NRW. Er kritisiert die Gewerkschaft NGG auf Bundesebene: „Wer öffentlich die Arbeitgeber mit Blockadevorwürfen in Bezug auf Lohnerhöhungen überzieht und den Eindruck erweckt, Gastronomen und Hoteliers müssten lediglich Gewinne umverteilen, während gleichzeitig zahlreiche Betriebe um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen, betreibt keine verantwortungsvolle Tarifpolitik mehr, sondern populistische Stimmungsmache auf dem Rücken der Branche. Auf diesem Niveau können Tarifverhandlungen nicht mehr stattfinden. Wir bekennen uns zur Sozialpartnerschaft und zum Flächentarifvertrag, aber nicht um jeden Preis.“

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