
Die Talsperren in der Region sind aktuell besser gefüllt als vor einem Jahr, so der Ruhrverband. Das Frühjahr war im Einzugsgebiet der Ruhr mit 95 Prozent vom langjährigen Mittel nur geringfügig zu trocken. Grund dafür war der sehr nasse Mai, der deutlich mehr Regen brachte als üblich. Es fielen mit 111 Millimetern fast 150 Prozent der sonst üblichen Niederschlagsmenge. Der März war mit rund 90 Prozent des durchschnittlichen Monatsniederschlags etwas trockener als üblich und der April war mit nur 46 Prozent Niederschlagsmenge erheblich zu trocken.
Die Talsperren mussten weniger Wasser abgeben, um ein Absinken der Pegelstände in den Flüssen zu verhindern.
Alle drei Frühlingsmonate waren wärmer als der jeweilige langjährige Referenzzeitraum, so der Ruhrverband: der März um 1,8 Grad, der April um 0,5 Grad und der Mai um 0,8 Grad. Für das gesamte Frühjahr ergibt das eine Abweichung um 1,1 Grad gegenüber dem Referenzzeitraum und Platz 8 der wärmsten Frühjahre im Ruhreinzugsgebiet seit dem Jahr 1881.
Gesamtfüllstand der Talsperren
Der Füllstand lag zu Frühjahrsbeginn am 1. März nahezu exakt beim langjährigen Mittel (Abweichung minus 0,3 Prozent) und zu Frühjahrsende am 31. Mai um gut 2 Prozent über dem langjährigen Mittel. Damit sind fast 30 Millionen Kubikmeter mehr Wasser in den Talsperren gespeichert als vor einem Jahr. Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterphasen ergeben sich neue Herausforderungen. Für lange trockene Phasen mit hoher Zuschusspflicht ebenso wie zur Minderung etwaiger Hochwasserspitzen bei Starkregenereignissen, dafür wird in den Talsperren vorsorglich Platz freigehalten.