
Der Elleringhauser Tunnel zwischen Olsberg und Brilon-Wald ist ein zentrales Nadelöhr für den Sauerländer Bahnverkehr. Die Sanierungsarbeiten laufen dort mittlerweile schon seit vier Jahren und sollen im Frühjahr 2029 abgeschlossen sein. Die Erneuerung des Elleringhauser Tunnel wird überwiegend mit Hilfe der „Tunnel-im-Tunnel-Methode“ durchgeführt. Das bedeutet, dass für die Bauarbeiten ein Gleis in die Tunnelmitte verlegt ist, dass dann als einziges Gleis befahren wird. Drum herum ist ein Schutzgehäuse gebaut. Das macht möglich, dass Züge auch während der Bauarbeiten durch den Tunnel fahren können. Ab dem nächsten Jahr beginnt die Deutsche Bahn mit einem neuen Bauabschnitt. Dann soll die Tunnelinnenschale fertiggestellt und das Betriebsgleis abgebaut werden. Auf das Betriebsgleis folgen dann die neuen Gleise, die eingebaut werden sollen. Das bremst dann natürlich den Bahnverkehr bei uns aus und sorgt für Schienenersatzverkehr ab März 2028. Bis September sollen die Arbeiten im Tunnel gehen, ab dann fahren aber alle Züge wieder ganz regulär über die dann neu eingesetzten Gleise.
Strukturausschuss besichtigt Großbaustelle
Den Baufortschritt vor Ort hat sich jetzt der Strukturausschuss der Stadt Brilon angeschaut. Die Mitglieder haben sich vor Ort über den aktuellen Baufortschritt, die eingesetzte Tunnelbautechnik und die Bedeutung des Projektes für die regionale Schieneninfrastruktur informiert. Auch die Perspektive der angrenzenden Bewohner Brilon-Walds wurden besprochen. Auch wenn die notwendigen Sprengungen punktuelle Belastungen bedeuteten, so zeigt sich dies als deutlich weniger belastungsintensiv, wie alternative Verfahren, so die Stadt. Nach dem voraussichtlichen Abschluss der Arbeiten in 2029 wird der Elleringhauser Tunnel den modernsten Sicherheitsstandards entsprechen und eine zukunftsfähige Anbindung der Region gewährleisten, verspricht sich die Stadt Brilon.