Stinkwut auf Tönnies

CDU-Europa-Abgeordneter Peter Liese aus Meschede warnt vor Ausbreitung von Corona im HSK

© Martin Möller / Funke Foto Services

Jetzt nicht nachlassen und Abstand halten und Maske tragen. Das fordert der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese aus Meschede angesichts des Lockdowns in den Kreisen Gütersloh und Warendorf. „Wir müssen auch im HSK höllisch aufpassen“, so Liese“ ich will nicht ausschließen, dass die Gefahr ähnlich hoch ist wie zu Beginn der Coronakrise im März. Man wird sehen.“ Ein Lockdown im HSK könne aber vermieden werden, wenn alle sich an die Coronaregeln halten. Mit Sorge habe er beobachtet, dass auch im Sauerland immer mehr Menschen sorgloser werden und zum Beispiel im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Maske unterwegs sind.

Ausbreitung auf den HSK nicht ausgeschlossen

Liese schließt nicht aus, dass nach den Kreisen Warendorf und Gütersloh auch andere Kreise in den Lockdown müssen. „Die Testergebnisse spiegeln nur das Bild von vor 5—7 Tagen“, so Liese,“ Infizierte fühlen sich in der Regel erst 5 Tage nach der Ansteckung krank“. Sollte sich der Corona-Ausbruch tatsächlich nur auf den Zerlegebetrieb Tönnies in Gütersloh beschränken, so könnte der Lockdown in Gütersloh und Warendorf in einer Woche wieder gelockert werden. Er sei da aber skeptisch. Dies sei der größte Corona-Ausbruch seit Mai in der Europäischen Union. Es gebe viele Kontakte von Tönnies-Mitarbeitern auch nach Lippstadt und Geseke. Auch seien Handwerker und Monteure bei Tönnies im Einsatz gewesen. „Je näher Kommunen an den Hotspots liegen, desto mehr sollte getestet werden“, so Liese weiter, „wir müssen höllisch aufpassen. Maske tragen und Abstand halten sind jetzt das A und O“.

Urlaub in Gefahr

Urlauber aus den Kreisen Warendorf und Gütersloh zurückzuweisen, so wie es Mecklenburg-Vorpommern und Bayern machen, lehnt Liese aber ab. „Ich will niemanden stigmatisieren. Aber wenn wir nicht aufpassen und uns an die einfachen Corona-Schutzregeln halten, dann könnte es ein, dass wir in der nächsten oder übernächsten Woche dort auch nicht hinfahren dürfen. Dann ist der Urlaub gestrichen!“

Wütend auf Tönnies

Um künftige Corona-Ausbrüche wie in der Fleischfabrik Tönnies zu verhindern, müssten die Arbeitsbedingungen systematisch verbessert werden. „Solange Mitarbeiter von Sub-Subunternehmern bei Krankheit kein Geld und sogar Strafe zahlen müssen, wird die Gefahr nicht geringer“, so Liese weiter, „ich habe eine Stinkwut auf Herrn Tönnies. Er ist persönlich für dieses System verantwortlich!“

 

 

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