
Stimmung in der Sauerländer Wirtschaft etwas positiver
Die langersehnte Trendwende in der Sauerländer Wirtschaft bleibt aus. Die Stimmung ist zwar leicht besser, trotzdem blicken viele Betriebe mit Sorge in die Zukunft. Das hat die Konjunkturumfrage der südwestfälischen IHKs ergeben.
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Hohe Energiekosten, viel Bürokratie, geringe Inlandsnachfrage und mehr bremsen weiterhin die Konjunktur bei uns in Südwestfalen. Das ist das Fazit der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen, die heute Morgen vorgestellt worden ist. Insgesamt wurden 1.253 Unternehmen mit insgesamt über 100.000 Mitarbeitern nach ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage befragt. Auch die Erwartungen an die Zukunft waren in der Konjunkturumfrage Thema. Viele Unternehmen aus unserer Region bewerten ihre Geschäftslage etwas besser, jedoch stagniert die Stimmung in der Wirtschaft weiterhin auf einem niedrigen Niveau, und das schon seit drei Jahren, so die IHKs.
Gründe für die eher schlechte Stimmung der heimischen Unternehmen
Laut Konjunkturumfrage belasten vor allem hohe Energie- und Rohstoffpreise die Unternehmen bei uns. Danach führen die Betriebe aus Südwestfalen hohe Arbeitskosten und eine geringe Inlandsnachfrage als Gründe für die eher schlechte wirtschaftliche Situation an. Durch die insgesamt eher schlechte Stimmung in der heimischen Wirtschaft ist auch die Investitionsbereitschaft bei vielen Unternehmen niedrig, auch weil der Blick in die Zukunft ebenfalls eher negativ ausfällt. Die aktuelle Situation der Unternehmen und der Blick in die wirtschaftliche Zukunft sind auf einem vergleichbar niedrigen Niveau. Das war früher anders, damals war der Unterschied zwischen aktueller Lage und Erwartungen an die Zukunft deutlich größer, so die IHKs Arnsberg, Siegen und Hagen. Vor allem die niedrige Investitionsbereitschaft aufgrund der aktuellen Situation könnte in Zukunft zum Problem für den Wirtschaftsstandort Südwestfalen werden, so der Präsident der IHK Arnsberg, Andreas Knappstein. "Wenn die Unternehmen ihre Investitionen immer weiter aufschieben müssen, droht unser Wirtschaftsstandort schleichend an Substanz zu verlieren", so Knappstein. Probleme wie der Fachkräftemangel seien zwar noch da, rückten aber aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter in den Hintergrund.
Baugewerbe, der Dienstleistungssektor und das Gastgewerbe melden insgesamt noch die beste wirtschaftliche Lage. Am schlechtesten bewertet der Einzelhandel seine aktuelle Situation, vor allem wegen einer niedrigen Inlandsnachfrage.