
Das Weihnachtshochwasser 2023 hat die Stadt Arnsberg besonders hart getroffen. Dauerregen hatte im Hochsauerlandkreis für Überflutungen gesorgt. Mehrere Flüsse waren über die Ufer getreten, Keller waren vollgelaufen, Straßen überflutet worden und Bäume umgestürzt.
Mit einem KI-gestützten Hochwasser-Frühwarnsystem will die Stadt Arnsberg in Zukunft besser auf Starkregen-Ereignisse vorbereitet sein. Die künstliche Intelligenz(KI) wird aktuell noch "angelernt". Dabei verarbeitet die KI kontinuierlich aktuelle Sensordaten aus dem jeweiligen Einzugsgebiet, um frühzeitig vorherzusagen, ob kritische Wasserstände überschritten werden könnten. In die Berechnungen fließen Wasserstands- und Niederschlagsdaten sowie Informationen zur Boden(vor)feuchte ein. Aus deren Zusammenspiel lernt die KI Einzugsgebiets-spezifische Muster, die für Hochwasserereignisse relevant sind.
Pegelsensoren erfassen Daten
Aktuell werden Daten von neun Pegelsensoren im Stadtgebiet genutzt. Perspektivisch kommen fünf Bodenfeuchtesensoren sowie Niederschlagsdaten aus fünf Wetterstationen hinzu. Der Fokus liegt dabei auf ausgewählten Bachläufen im Arnsberger Stadtgebiet. Die ersten Pegeldaten werden seit Mitte Mai durchgängig erfasst und bilden die Grundlage für das Training der KI. Die Inbetriebnahme des Frühwarnsystems ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Auch nach dem offiziellen Start wird die KI fortlaufend weiterlernen und ihre Prognosen weiter verfeinern. Zunächst steht das System ausgewählten Mitarbeitenden der Stadtverwaltung zur Verfügung, insbesondere im kommunalen Krisenmanagement, bei der Feuerwehr, im Fachbereich Umwelt | Ressourcen sowie im Referat für nachhaltige Entwicklung.