
In Olsberg testet die Stadtverwaltung den Einsatz künstlicher Intelligenz. Es geht darum, die Arbeit der Stadtverwaltung für die Bürgerinnen und Bürger noch effizienter zu machen und weiter zu verbessern, heißt es. Bei dem Testbetrieb setzt ab sofort ein Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung KI als Bestandteil der täglichen Arbeit ein.
„Mit einer konsequenten Digitalisierung sowie einem sinnvollen und rechtssicheren Einsatz von KI können wir für Bürgerschaft und Unternehmen noch besser werden“, so Bürgermeister Patrick Potthoff. „und diesen Weg schlagen wir jetzt ein.“
Alle Arbeitsbereiche einbezogen
Insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Arbeitsbereichen der Stadtverwaltung haben über ein bestimmtes Programm Zugang zu verschiedenen KI-Agenten, die sie gezielt für ihre Arbeit einsetzen können. Patrick Potthoff: „Natürlich gibt es zum Beispiel im Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung andere Arbeitsabläufe als im Sozialbereich oder im Finanzwesen – deshalb ist es richtig, dass wir den KI-Einsatz in der kompletten Breite unserer Verwaltungsarbeit testen.“
Datenschutz
Eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung von KI in einer Kommunalverwaltung ist das Thema Datenschutz, so die Stadt Olsberg. Viele gängige KI-Anwendungen erfüllten nicht die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des EU AI Act – ein EU-weites Gesetz für den KI-Einsatz - und konnten daher nicht uneingeschränkt genutzt werden. Die Lösung sei ein spezielles Programm für eine Verschlüsselung und kontrollierte Datenverarbeitung. Bürgermeister Potthoff: „Auf diese Weise können wir KI sowohl rechts- wie auch datenschutzkonform nutzen.“
3 Monate wird getestet
Im Rahmen der drei Monate langen Testphase werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen das Programm im Arbeitsalltag einsetzen und systematisch testen. Sie haben dabei Zugriff auf verschiedenste KI-Agenten wie etwa ChatGPT, Google Gemini, Claude, Perplexity, DeepSeek, Qwen und andere. Bürgermeister Patrick Potthoff: „Es wird spannend zu klären, welche KI in welchem Arbeitsbereich bestmöglich helfen kann.“
Wie gut unterstützen KI-Agenten im Arbeitsalltag? Wie intuitiv und benutzerfreundlich ist die Anwendung? Welche Probleme oder Fehler sind aufgetreten? Wo gibt es konkretes Verbesserungspotenzial? – Solche und andere Fragen soll das Team der Stadtverwaltung während der kommenden drei Monate klären. Die gesamte Testphase diene dazu, eine fundierte Entscheidung zu treffen, ob die derzeitige KI-Lösung für den dauerhaften Einsatz im Rathaus geeignet ist. Bürgermeister Potthoff: „Ich bin überzeugt, dass ein gezielter und sinnvoller Einsatz von Künstlicher Intelligenz erhebliche Potenziale bietet, um Verwaltungsabläufe noch effizienter zu gestalten, den Fachkräftemangel zu kompensieren und den Service für Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern."
Arnsberg hat Leitlinien eingeführt
Bereits im Mai letzten Jahres hatte die Stadtverwaltung Arnsberg verbindliche Leitlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit KI-Tools im Verwaltungsalltag eingeführt.