
Stadt will junge Arnsberger bei Jobsuche unterstützen
Die Jugendberufsagentur im HSK soll jungen Menschen den Weg in Ausbildung, Arbeit und ein selbstständiges Leben erleichtern. Wie das Angebot für junge Arnsberger verbessert werden kann, ist heute Thema im Sozialausschuss der Stadt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2026 12:44
Beteiligt an der Jugendberufsagentur Arnsberg sind die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und das Jugendamt der Stadt. Ziel ist es, Brüche beim Übergang von der Schule in den Beruf zu vermeiden und junge Menschen möglichst früh zu begleiten. Die Jugendberufsagentur richtet sich an junge Menschen unter 25 Jahren, die noch keine abgeschlossene Ausbildung haben und Unterstützung beim Berufseinstieg brauchen. Besonders im Blick sind dabei junge Menschen mit Behinderung, Alleinerziehende und junge Migranten. Wo nötig, sollen Schulabschlüsse nachgeholt werden, zum Beispiel an Berufskollegs. Auch Einstiegsqualifizierungen spielen eine Rolle, zum Beispiel betriebliche Langzeitpraktika. Ergänzend gibt es Aktivierungsmaßnahmen, sozialpädagogische Unterstützung und niedrigschwellige Angebote, die junge Menschen ansprechen sollen.
Konkrete Maßnahmen
Unter dem Namen „Level Up“ wurden Angebote in verschiedenen Jugendzentren getestet. Diese hätten aber nicht ausreichend die gewünschte Zielgruppe erreicht, deshalb wird das Konzept aktuell überarbeitet. Ein Schwerpunkt ist das Thema „unerlaubt vom Unterricht fernbleiben“. Das Projekt „Stark starten“, das 2018 in Zusammenarbeit mit ausgewählten Schulen, dem Jugendamt und dem Jobcenter gestartet ist, wird nach Angaben der Stadt erfolgreich umgesetzt. Bis zu zehn Jugendliche können dort begleitet werden. Das Jugendzentrum Hüsten bietet seit letztem Jahr das Projekt „Auf Kurs“ an. In Kooperation mit dem Jobcenter, dem Allgemeinen Sozialen Dienst und weiteren Einrichtungen aus dem Stadtgebiet werden Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren auf dem Weg in ein selbstständiges Leben unterstützt. Die Treffen finden donnerstags von 18.30 Uhr bis etwa 20 Uhr statt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, so die Stadt.
In Zukunft soll die Jugendberatung der Stadt einen festen Platz bekommen. Im neuen Jugendzentrum am Kulturzentrum Berliner Platz sollen die Beratungsangebote der Jugendberufsagentur unter dem Namen „Level Up“ dauerhaft verankert werden. Auch in anderen Jugendzentren in Arnsberg sollen bei Bedarf weiter Beratungen angeboten werden. Zudem soll die Jugendberufsagentur im kommunalen Kinder- und Jugendförderplan 2025 bis 2030 weitergeführt werden.
Aktuelle Zahlen zum Ausbildungsmarkt im HSK
Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis gilt weiterhin als vergleichsweise günstig. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Meschede-Soest meldeten sich für das Ausbildungsjahr 2025/2026 insgesamt 1.377 Jugendliche bei der Berufsberatung. Das waren 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig standen 2.163 gemeldete Ausbildungsstellen zur Verfügung, auch wenn das 4,9 Prozent weniger waren als zuvor. Gute Chancen gibt es demnach weiterhin, wenn auch nicht immer im Wunschberuf. Unbesetzte Stellen gab es besonders im Lagerbereich, im Dachdeckerhandwerk und in technischen Berufen.