
Stattdessen wird die Pflege des 1.013 Hektar großen Waldes über regionale Forstbetriebsgemeinschaften organisiert. Diese Zusammenschlüsse von Waldbesitzern arbeiten privatwirtschaftlich und setzen sich dafür ein, die Wälder nachhaltig und wirtschaftlich zu bewirtschaften. Sie verfügen über Fachpersonal und sind regional tätig. Der Wald der Stadt Sundern verteilt sich auf drei Forstbetriebsgemeinschaften: Allendorf/Hagen, Sundern und Endorf. In allen ist die Stadt bereits Mitglied. Vor der Entscheidung hat die Verwaltung verschiedene Modelle geprüft.
Günstige und zuverlässige Lösung
Neben den Kosten wurden auch andere Faktoren berücksichtigt: Gibt es genug qualifiziertes Personal? Wie werden hoheitliche Aufgaben erledigt? Was passiert bei Personalausfällen? Wie groß ist der organisatorische Aufwand? Wird ein Dienstfahrzeug benötigt? Das Ergebnis: Die Zusammenarbeit mit den Forstbetriebsgemeinschaften ist wirtschaftlich am sinnvollsten. Ein wichtiger Vorteil ist die Absicherung bei Personalausfällen. Während bei einer internen Lösung Vertretungen für Urlaub oder Krankheit organisiert werden müssten, ist dies bei den Gemeinschaften dauerhaft gewährleistet. Der Stadtwald besteht derzeit zu einem großen Teil aus jungen Bäumen. Das liegt an den Schäden der vergangenen Jahre. Je nach Baumart dauert es 80 bis 100 Jahre, bis ein Baum wirtschaftlich genutzt werden kann. In den nächsten Jahren steht deshalb die Wiederaufforstung im Mittelpunkt. Die jungen Kulturen müssen gepflegt und geschützt werden, damit stabile und leistungsfähige Wälder entstehen, so die Stadt Sundern.