
Die Stadt Sundern arbeitet derzeit an einer kommunalen Wärmeplanung. Das Ziel: Wege aufzeigen, wie das Heizen in Sundern langfristig klimafreundlich, wirtschaftlich und zukunftssicher gestaltet werden kann. Bis dahin ist noch ein langer Weg. Zu 94 Prozent wird in Sundern mit fossilen Energien, also Gas und Öl geheizt.
Stadt Sundern informiert über Wärmeplanung
Wie der aktuelle Stand der Wärmeplanung in Sundern ist, dazu läuft heute um 17 Uhr eine Infoveranstaltung. Im Rahmen der Veranstaltung stellt con|energy die kommunale Wärmeplanung für Sundern vor. Dabei werden die Bestands- und Potenzialanalyse sowie das Zielszenario und die dazugehörigen Umsetzungsstrategien vorgestellt. Anschließend berichtet ein Sachverständiger der Handwerkskammer über die Technik, die jetzt für Bürgerinnen und Bürger relevant und nutzbar ist. Im Anschluss können Fragen gestellt werden. Zusätzlich stehen Mitarbeitende der Stadtverwaltung als Ansprechpersonen zur Verfügung.
Termin: Donnerstag, 09. Juli 2026
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Ort: Ratssaal der Stadt Sundern, Rathausplatz 1, 59846 Sundern (Eingang über Mescheder Straße)
Geothermie mit großem Potential
Die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse für Sundern sind im April bereits im Bauausschuss vorgestellt worden. Ein zentrales Ergebnis: Die Wärmeversorgung ist aktuell stark von Gas und Öl abhängig, Gleichzeitig gibt es große Potenziale für erneuerbare Wärme.
Im Jahr 2026 werden laut der Bestandsanalyse rund 94,5 Prozent des Wärmemarktes in Sundern mit fossilen Energieträgern versorgt. Besonders Gas ist in vielen Ortsteilen der wichtigste Energieträger, weil große Teile des Stadtgebiets an das Gasnetz angeschlossen sind. Rund 60 Prozent der Gebäude in Sundern sind vor 1978 errichtet worden. Dadurch ist in vielen Häusern noch erheblicher energetischer Sanierungsbedarf vorhanden
Trotz der aktuell stark fossilen Versorgung zeigt die Potenzialanalyse, dass Sundern langfristig über erhebliche Möglichkeiten zur klimafreundlichen Wärmeversorgung verfügt. Das größte theoretische Potenzial liegt laut Gutachten bei der Geothermie. Hier werden rund 796 Gigawattstunden pro Jahr genannt. Besonders die oberflächennahe Geothermie ist demnach in Sundern flächendeckend gut geeignet.