
Die Stadt Marsberg hat eine haushaltswirtschaftliche Sperre verhängt. Hintergrund ist die veränderte Entwicklung bei den Gewerbesteuer-Einnahmen. Die Stadt will damit nach eigenen Angaben frühzeitig auf die angespannte Finanzlage reagieren. Über Einzelheiten ist gestern Abend der Rat Marsberg informiert worden.
Stadt will Ausgaben gezielt begrenzen
In den vergangenen Jahren hatte Marsberg von besonders hohen Gewerbesteuer-Erträgen profitiert. Jetzt haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Das wirke sich auch auf die Finanzen der Stadt aus, heißt es aus dem Rathaus.
Mit der Sperre sollen in verschiedenen Bereichen der Verwaltung gezielt Ausgaben begrenzt werden. Pflichtaufgaben, vertragliche Verpflichtungen und notwendige Ausgaben bleiben nach Angaben der Stadt aber gesichert. Ziel sei es, die verfügbaren Mittel mit Augenmaß einzusetzen und größere Einschnitte möglichst zu vermeiden.
Die Stadt Marsberg betont, dass es sich zunächst um eine vorsorgliche Maßnahme handelt. Sollte sich die Haushaltslage im Laufe des Jahres besser entwickeln als erwartet, könnten einzelne Sperren wieder aufgehoben werden. „Unser Anspruch ist es, die Stadt Marsberg auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten verlässlich und zukunftsorientiert zu steuern“, fasst Bürgermeister Koch zusammen. „Dafür braucht es heute verantwortungsvolle Entscheidungen, damit wir auch morgen noch Gestaltungsspielräume haben.“