
Das St.-Marien-Hospital Marsberg unterstützt ein Hilfsprojekt der Organisation stop mutilation e.V. und hat im Juni und Juli insgesamt 16 Betten für eine neu aufgebaute Klinik für Frauen und Neugeborene in Somalia abgegeben.
Anfang des Jahres war Jahawir Cumar, Geschäftsführerin von stop mutilation e.V., an das St.-Marien-Hospital Marsberg herangetreten und hatte um medizinische Ausstattung für ein Projekt in Somalia gebeten. Konkret geht es um eine Mutter-Kind-Klinik in der Region Puntland.
Im Juni und Juli wurden nun insgesamt 16 Betten am Marsberger Krankenhaus abgeholt. Sie sind für die neue Klinik bestimmt, die Frauen und Neugeborene medizinisch versorgen soll. Die Organisation stop mutilation e.V. setzt sich nach eigenen Angaben für den Schutz und die Unterstützung von betroffenen und gefährdeten Frauen und Mädchen ein - besonders im Kampf gegen weibliche Genitalbeschneidung.
Jahawir Cumar war im Januar 2026 nach Somalia gereist, um sich vor Ort ein Bild vom Stand des Bauprojekts zu machen. Dabei lernte sie auch Imani kennen. Deren Tochter Nala hätte eine Schwangerschaftskomplikation infolge von Genitalbeschneidung fast nicht überlebt. Nur durch eine aufwendige Fahrt ins rund zwei Tagesreisen entfernte Mogadischu und einen dort durchgeführten Notkaiserschnitt konnte ihr Leben gerettet werden. Das Kind starb.
Die neue Klinik soll deshalb nicht nur medizinische Hilfe leisten, sondern auch Aufklärungs- und Präventionsarbeit übernehmen. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung aus Marsberg“, sagt Jahawir Cumar.