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Soziale Dienste im Sauerland unter Druck
© Caritasverband Brilon
Delegierte der Caritas Brilon verfolgen eine Präsentation von Vorstand Heinz-Georg Eirund während der Delegiertenversammlung.
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Soziale Dienste im Sauerland unter Druck

Die Caritas in Brilon steht wirtschaftlich noch stabil da

Veröffentlicht: Montag, 15.12.2025 06:46

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Die Caritas Brilon hat jetzt auf ihrer Delegiertenversammlung über große Herausforderungen gesprochen. Vorstand Heinz-Georg Eirund sagte: "Soziale Dienste stehen unter Druck". Er verwies beispielsweise auf Insolvenzen von Altenheimen, Kliniken, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Kitas bundesweit. „Obwohl die Einrichtungen und Hilfen existenziell sind, werden wir als sozialer Dienstleister immer öfter als Teil der Staatskrise gesehen“, kritisierte Vorstand Eirund. „Die Politik wird erhebliche Einschnitte in die Sozialsysteme vornehmen. Leistungen müssen neu priorisiert werden. Deswegen ist gerade unsere Rolle als Caritas entscheidend: Wir sind Hoffnungsgeber in diesen herausfordernden Zeiten. Wir stärken den Zusammenhalt und bieten Vertrauen."

Der Caritasverband Brilon sei wirtschaftlich stabil, doch Fachkräftemangel, Cyberrisiken und steigende Kosten machen zu schaffen. Eirund fordert mehr Geld für klimafreundliche Gebäude, weniger Bürokratie und eine Reform der Pflegeversicherung. Auch die Kommunen müssen Verantwortung übernehmen, damit die Region lebenswert bleibt. Die Caritas setzt auf neue Projekte, Digitalisierung und politische Teilhabe.

Das Fazit von Eirund: Die Politik muss den Sozialstaat sichern, sonst droht der Kollaps.

Der Caritasverband Brilon gestaltet die Zukunft aktiv mit zahlreichen Projekten in seinen 64 Diensten und Einrichtungen, die Menschen stärken, Teilhabe ermöglichen und gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen. Hilfsangebote und Einrichtungen gibt es in Brilon, Hallenberg, Korbach, Marsberg, Medebach, Olsberg und Winterberg.



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Projekte des Caritasverbandes Brilon:

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Seelsorge im Seniorenzentrum St. Josef: Niemand stirbt allein

• Seelsorge begleitet Bewohner*innen und Mitarbeitende in schwierigen Lebensphasen

• Seelsorge gibt Halt auch im Sterben: Niemand stirbt allein.

• Der Fokus liegt auf Empathie, Zuhören und dem „zuhörenden Herz“.

• Angehörige erleben oft einen Rollentausch: Seelsorge hilft, diesen Übergang zu gestalten.

• Ziel ist es, Dankbarkeit und Hoffnung zu fördern – auch in Zeiten von Krankheit und Abschied.

Projekte mit Herz und Wirkung

Der Caritasverband Brilon gestaltet die Zukunft aktiv mit zahlreichen Projekten in seinen 64 Diensten und Einrichtungen, die Menschen stärken, Teilhabe ermöglichen und gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen. Beispiele sind:

• CariMobil & Sozialcafés: Mobile Beratung direkt vor Ort – niedrigschwellige Unterstützung für Menschen in Armut, Einsamkeit oder Isolation. Aufbau von Sozialcafés und digitalen Treffpunkten.

• Transformation der St. Martin Werkstätten: 182 Maßnahmen bis 2030, um Werkstätten zukunftsfähig zu machen, und zwar mit Fokus auf Digitalisierung, Qualifizierung und bauliche Weiterentwicklung.

• IIDEA-Roadshow – Technik trifft Teilhabe: Einsatz von Assistenzrobotik (Cobots), um Menschen mit Behinderung neue Chancen im Arbeitsmarkt zu eröffnen. Kooperation u. a. mit der RWTH Aachen.

• Nachhaltigkeit im Verband: E-Mobilität, Energieaudits, Recycling und lokaler Einkauf, um ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe zu verbinden.

• Digitalisierung & KI: Einführung der Sprach-Dokumentation „Voize“, Mitarbeiter-App „Just Social“, KI-Schulungen und Stammtische zur digitalen Teilhabe und Qualifizierung.

• Zukunft Ehrenamt: Analyse und Weiterentwicklung des Ehrenamts, zum Beispiel durch projektbezogenes Engagement.

• Sternenkinderfeld & Friedhofsgruppe: Würdige Orte für Trauer und Erinnerung. Inklusion durch Werkstattarbeit und sensible Begleitung von Angehörigen.

• Politische Teilhabe & Haltung für soziale Werte zeigen: Kampagne zur Kommunalwahl mit Online-Umfrage zu Armut & Gerechtigkeit, „NRW bleibt sozial“-Demo oder die 100.000-Mütter-Kampagne in Berlin.

• Caritas + Kirche: Gelebter Glaube in allen Diensten und Einrichtungen. Begleitung in Krisen und aktive Mitgestaltung der Zukunft der Kirche.




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