Sorgen bei Tital in Bestwig

US-Mutterkonzern kündigt weltweit Entlassungen an

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Die rund 800 Mitarbeiter des Bestwiger Feinguss-Unternehmens Tital leben weiter in Angst. Hintergrund ist ein offener Brief des US-Konzerns Howmet Aerospace, zu dem Tital gehört. Es könnte zu Entlassungen kommen, heißt es dort, allerdings im Gesamtkonzern. Betroffen sind insgesamt 26.000 Mitarbeiter weltweit. Grund ist der Rückgang im internationalen Flugverkehr seit Beginn der Coronakrise. Tital stellt in einem Spezialverfahren Gussteile für die Luft-und Raumfahrt her, unter anderen für Airbus.

Betriebsrat und Gewerkschaft raten zur Ruhe

„Klar, die Angst und Unsicherheit sind nicht weg“, so die Vorsitzende des Tital-Betriebsrats Birgit Stach. Es sei aber überhaupt nicht sicher, ob auch Tital von Entlassungen bedroht sei. In dem Schreiben aus den USA sei der Gesamtkonzern gemeint. Bisher habe es auch noch keine entsprechenden Gespräche mit der Tital-Geschäftsleitung gegeben, so Stach weiter. Ähnlich sieht es auch die IG-Metall Arnsberg. „Man muss besonnen reagieren“, so die 1. Bevollmächtigte Carmen Schwarz, „aber wir signalisieren deutlich, dass wir an der Seite der Belegschaft stehen. Wir werden sie weiter informieren und über ihre Rechte aufklären“.

Industrie-und Handelskammer informiert über Corona-Auswirkungen

Bei Tital in Bestwig sind seit Anfang Mai viele Mitarbeiter in Kurzarbeit. Kunden wie Flugzeughersteller oder Airlines haben wegen Corona Aufträge geschoben oder erst mal stoniert. Vielen Unternehmen im HSK ergeht es ähnlich. Die Industrie-und Handelskammer in Arnsberg hat vor einigen Wochen eine kurzfristige Umfrage bei den Unternehmen gestartet, wie sehr sie die Coronakrise getroffen hat und wie sie ihre zukünftige Entwicklung sehen. Das Ergebnis der Umfrage wird heute präsentiert.

 

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