
Der Rat der Gemeinde Bestwig hat einem geplanten Photovoltaik-Projekt bei Halbeswig grundsätzlich zugestimmt. Das Unternehmen Greenovative hat dort auf einer Fläche von rund 24 Hektar eine Freiflächenanlage geplant. Der Rat hat einstimmig beschlossen, dafür den Flächennutzungsplan zu ändern und einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen.
Die Fläche liegt beidseitig der Kreisstraße 44 in Halbeswig. Nach Angaben des Unternehmens hat der Standort Vorteile, weil sich in direkter Nachbarschaft ein Windpark am Kahlen Kopf im Genehmigungsverfahren befindet. Beide Projekte könnten über ein gemeinsames Umspannwerk Strom in eine benachbarte 110-kV-Hochspannungsleitung einspeisen. Zusätzlich plant Westnetz in dem Bereich einen Netzkuppler zur 380-kV-Leitung. Für die Gemeinde könnte das Projekt finanzielle Einnahmen bringen: Greenovative hat bei einer erwarteten Jahresproduktion von rund 24,5 Millionen Kilowattstunden mit knapp 50.000 Euro nach EEG-Regelungen sowie zunächst rund 25.000 Euro Gewerbesteuer pro Jahr gerechnet.
Offen sei aber, ob und wann der Regionalplan für dieses Projekt geändert werden kann, so die Gemeinde Bestwig. Diese Änderung ist vor allem wegen der Größe der Anlage notwendig. Der Grundsatzbeschluss des Rates könnte dafür nun ein wichtiger erster Schritt gewesen sein.