Skigebiete im Sauerland fordern Unterstützung

Skigebiete wollen Ausstieg aus dem Lockdown oder Coronahilfe


Skihang in Winterberg (Sahnehang).
© Radio Sauerland

Die Skigebiete in der Wintersport-Arena Sauerland fordern den Ausstieg aus dem Lockdown oder Hilfen für die Skiliftbetreiber. Für den Fall, dass die Auflagen gelockert werden und eine Öffnung erlaubt wird, ist Schnee genug vorhanden, um gleich starten zu können, heißt es. Aktuell gebe es die beständigste Winterperiode der vergangenen 10 Jahre, so die Liftbetreiber.

Allein bis jetzt gab es 30 Wintersporttage in den Hochlagen. In den großen Gebieten ist so viel Schnee vorhanden, dass für die Betreiber jetzt schon feststeht: Der hätte bis mindestens Mitte März gereicht. Den Liftbetreibern geht es um das reine Sportangebot.

Es geht um reines Sportangebot

Vom Après Ski habe man sich schon im Sommer verabschiedet. Dies sei in der Region ohnehin kaum ein Thema. An Hygienekonzepten wurde seit Sommer gearbeitet und teils sechsstellige Summen dafür investiert, heißt es.

„Wir hätten uns gewünscht, dass unsere Konzepte zumindest geprüft worden wären“, ist Christoph Klante, Geschäftsführer des Skiliftkarussells Winterberg und Vorsitzender des Skiliftverbands Sauerland enttäuscht.

Fortlaufend hätten die Betreiber ihre Konzepte weiterentwickelt und der Situation angepasst, über verantwortungsvolle schrittweise Öffnungen nachgedacht und immer wieder darauf hingewiesen. Aerosolexperten würden bestätigen, dass draußen kaum Ansteckungsgefahr bestehe.

Im ersten Lockdown gab es kaum Hilfe, heißt es.

Bereits im ersten Lockdown hätten die meisten Skigebiete keine Überbrückungsgelder bekommen, heißt es aus Willingen.

Auch die aktuellen Hilfsangebote griffen für Skigebiete kaum. Effektiv würden sie nur zehn bis 15 Prozent ihrer Kosten erstattet bekommen. „Die Politik ignoriert uns. Es geht nicht darum, eine ‚Extrawurst‘ zu bekommen“, betont Meinolf Pape, Sprecher der Postwiesen-Liftgesellschaft Neuastenberg und Geschäftsführer des Skiliftverbands Sauerland. „Sehr viel lieber würden wir unsere Einkünfte selbst erwirtschaften. Aber wenn uns das verboten wird, wollen wir wenigstens nicht durch das aufgespannte Netz fallen.“



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