
Der September war im Sauerland ein deutlich zu warmer und erneut auch markant zu trockener Monat. Diese Bilanz zieht das Wetterportal Sauerland. Es fiel stellenweise um über die Hälfte weniger Regen als normal. Die Sonnenscheindauer lag lange Zeit im Bereich der Normalwerte, durch ein sonniges Monatsende sind die Werte noch deutlich überschritten worden. Die Temperaturabweichungen lagen im September verbreitet bei etwa 3 Grad im Vergleich zum vom Klimawandel noch weitgehend unbeeinflussten Zeitraum 1961-1990, im Vergleich zu den 30 folgenden Jahren waren es rund 2-2,5 Grad, ordnet das Wetterportal Sauerland die Zahlen ein. Die Niederschlagsmengen lagen verbreitet nur bei der Hälfte der Normalwerte, teilweise auch darunter. Die Sonne hat zum Monatsende rund 15-30 % mehr geschienen als üblich.
So war der September
Nach dem hochdruckgeprägten Sommer brachte der Start in den meteorologischen Herbst insgesamt etwas mehr Abwechslung. Besonders das 1. Monatsdrittel war durch einige Tiefdruckgebiete geprägt, welche lebhaften Wind mit einigen Sturmböen brachten. Die Temperaturen schwankten zu Monatsbeginn im Bereich der für die Jahreszeit üblichen Werte von etwas über 20 Grad in den Tälern. Am 7.September wurde in den tiefsten Lagen, z.B. rund um den Möhnesee, der letzte heiße Tag des Jahres mit knapp über 30 Grad erreicht. Auch die letzte sommerliche Gewitterlage konnte beobachtet werden. Dies betraf aber nur einige Orte besonders zwischen dem Kreis Olpe und dem südlichen HSK.
Hochdruck und Tiefsttemperatur zum Monatsende
Ende des Monats ist das Wetter im Sauerland unter dem Einfluss eines kräftigen Hochs gewesen. Der Beginn dieser Phase sorgte für die bis dahin kältesten Temperaturen des Herbstes, vor allem die Nacht zum 25. September sorgte in einigen Tallagen für den ersten Luftfrost. An der Ruhrquelle bei
Winterberg wurden -4,7 erreicht.
Das letzte Wochenende des Monats sowie die folgenden Tage bis zum Monatsabschluss brachten anschließend das klassische Altweibersommerwetter mit viel Sonnenschein und nachmittags für die Jahreszeit sehr hohen Temperaturen. Am 30. September wurde die 30 Grad-Marke in Menden mit 29,7 Grad
nur sehr knapp verfehlt, trotzdem war es das wärmste Septemberende seit Beginn der
Wetteraufzeichnungen.