
Seniorenzentrum in Meschede erprobt digitale Pflege
Im Seniorenzentrum St. Elisabeth in Meschede läuft ein Pilotprojekt mit einem digitalen Assistenzsystem. Sensoren liefern Pflegekräften Informationen zum Zustand der Bewohnerinnen und Bewohner. Das soll helfen, Unterstützung gezielter anzubieten und unnötige Störungen in der Nacht zu vermeiden.
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Wie funktioniert das Assistenzsystem?
Die Sensoren erfassen fortlaufend verschiedene Informationen, ohne dass dafür eine Pflegekraft im Zimmer sein muss. Neben Herz- und Atemfrequenz sowie Schlaf- und Wachphasen zeigt das System an, ob eine Bewohnerin oder ein Bewohner das Bett verlassen hat und noch nicht zurückgekehrt ist.
Veränderungen der erfassten Werte im zeitlichen Verlauf können den Mitarbeitenden helfen, Auffälligkeiten wahrzunehmen und die Situation einzuschätzen. Die fachliche Beurteilung durch Pflegekräfte bleibt dabei notwendig.
Weniger Störungen in der Nacht als Ziel
Vor allem in der Nachtschicht soll die zusätzliche Übersicht helfen, Unterstützung dort anzubieten, wo sie gebraucht wird. Wenn die individuelle Pflegesituation es erlaubt, könnten routinemäßige Kontrollgänge reduziert werden. Bewohnerinnen und Bewohner würden dann seltener unnötig im Schlaf gestört.
Das System solle die Mitarbeitenden entlasten und mehr Zeit für gezielte Betreuung schaffen, sagt Dominik Hansmeier, Vorstand des Caritasverbandes Meschede. Pflegerisch notwendige persönliche Kontrollen blieben bestehen.
Pilotprojekt soll auf weitere Wohnbereiche ausgeweitet werden
Bislang wird „Easy Care Hub“ in einem der drei Wohnbereiche des Seniorenzentrums St. Elisabeth erprobt. Laut Caritas sind noch technische Anpassungen nötig. Dabei tauscht sich die Einrichtung regelmäßig mit dem Hersteller aus und bezieht die Erfahrungen der Mitarbeitenden ein.
Perspektivisch sollen auch die beiden übrigen Wohnbereiche mit dem System ausgestattet werden. Wann das geschieht, ist noch nicht bekannt.
Stephan Kohl (l.) und Raphael Müller (2.vr.) von der Firma Paul Hartmann, Iwona Langer, Leiterin des Seniorenzentrums, und Caritas-Vorstand Dominik Hansmeier (r.) freuen sich über den Start des digitalen Pilotprojektes „Easy Care Hub“ im Seniorenzentrum St. Elisabeth.