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Schwammwald-Projekt im Arnsberger Wald
© Susanne Schulte-Nölle/ Kreis Soest
Durch den Rückbau der ersten 10,4 Kilometer Entwässerungsgräben sind auf etwa 45 Hektar Waldfläche bereits die Voraussetzungen für die Wiederherstellung eines naturnahen Wasserrückhaltevermögens geschaffen worden.
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Schwammwald-Projekt im Arnsberger Wald

Insgesamt sollen 48 Kilometer Entwässerungsgräben im Arnsberger Wald zurückgebaut werden. Der erste von vier Bauabschnitten im Schwammwald-Projekt ist jetzt abgeschlossen. Damit ist bereits ein wichtiger Schritt für mehr Wasserrückhalt und Klimaschutz geschafft, heißt es von den Verantwortlichen.

Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2026 04:25

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Der Kreis Soest hat im Schwammwald-Projekt im Arnsberger Wald den ersten Bauabschnitt erfolgreich beendet. Zwischen Torhaus und Jagdschloss Sankt Meinolf in Möhnesee wurden laut Kreis 10,4 Kilometer Entwässerungsgräben verschlossen. Das sind rund zwei Kilometer mehr als ursprünglich geplant. Mit dem Projekt soll das Wasser wieder stärker im Wald gehalten werden. Ziel ist es, die natürliche Pufferfunktion des Waldbodens wiederherzustellen und den Arnsberger Wald widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Klimawandel und Extremwetter zu machen. Gerade in Zeiten zunehmender Dürre sei es wichtig, dass möglichst viel Wasser im Wald bleibt, so der Kreis Soest. Neben unserem Nachbarlandkreis sind noch Wald und Holz NRW, die Stadt Warstein und der Ruhrverband in das Projekt involviert. 

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Warum das Schwammwald-Projekt im Arnsberger Wald wichtig ist

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Der Arnsberger Wald ist mit mehr als 500 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen und eines der wichtigsten Ökosysteme im Sauerland. Allerdings wurde der Wald über viele Jahrzehnte künstlich entwässert, damit Flächen besser forstwirtschaftlich genutzt werden konnten. Allein im Gebiet des Kreises Soest gibt es nach Angaben des Kreises mehr als 1.000 Kilometer Entwässerungsstrukturen. Darunter befinden sich Gräben, Wegeseitengräben und begradigte Bachläufe. Diese Strukturen sorgen dafür, dass Wasser schnell abfließt. Die Folge: Der Waldboden trocknet stärker aus, Moorböden verlieren ihre Speicherfunktion und der Wald wird anfälliger für Stürme, Trockenheit und Schädlinge wie den Borkenkäfer. Insgesamt konzentriert sich das Projekt Schwammwald auf 483 Kilometer Entwässerungsgräben im Arnsberger Wald auf dem Gebiet des Kreises Soest. Davon sollen in vier Bauabschnitten 48 Kilometer zurückgebaut werden. Die Arbeiten im ersten Abschnitt liefen zwischen Dezember 2025 und Mitte März 2026 auf einer Fläche von rund 45 Hektar. Der zweite Bauabschnitt soll laut Kreis im Mai 2026 beginnen. Bis Ende 2027 sollen alle vier Bauabschnitte abgeschlossen sein.

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So wird das Projekt finanziert

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Für das Schwammwald-Projekt stehen insgesamt 880.000 Euro zur Verfügung. Davon kommen 440.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz“. Weitere 300.000 Euro stammen aus Landesmitteln, der Kreis Soest beteiligt sich mit 140.000 Euro Eigenmitteln.

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