
Für rund 25 000 Schüler im HSK ist heute der erste Schultag des neuen Schuljahres. Mit dem Start des neuen Schuljahres rollen vor vielen Schulen im HSK auch wieder die sogenannten „Elterntaxis“ an. Was von vielen Eltern gut gemeint ist, führt zu den Hol- und Bringzeiten regelmäßig zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen im Umfeld der Schulgebäude, so die Stadt Arnsberg. Sie appelliert daher eindringlich an alle Erziehungsberechtigten, auf das Holen und Bringen mit dem eigenen Pkw direkt zur Schule zu verzichten.
Vor vielen Schulen ist es morgens voll
Extrem verdichteter Fahrzeugverkehr sowie zugeparkte Gehwege prägen morgens das Bild vor vielen Arnsberger Schulen, heißt es. Riskante Wendemanöver und Rangieraktionen gefährdeten dabei genau diejenigen, die geschützt werden sollten: die Kinder selbst. Entgegen der häufigen Annahme, das Auto sei die sicherere Option, belegen Statistiken das Gegenteil: Kinder verunglücken weitaus häufiger als Mitfahrende im Auto als zu Fuß im Straßenverkehr.
Selbständigkeit fördern
Ein selbstständig bewältigter Schulweg fördere die kindliche Entwicklung nachhaltig. Kinder lernen eigenständige Mobilität, bauen soziale Kompetenzen auf und steigern durch die Bewegung an der frischen Luft ihre körperliche Fitness sowie ihre Konzentrationsfähigkeit im Unterricht.
Tipps der Arnsberger Stadtverwaltung für einen sicheren Schulweg:
- Laufgemeinschaften bilden: Schließen sich mehrere Kinder zu Fuß zusammen – zu Beginn gerne in Begleitung eines Erwachsenen –, macht der Schulweg nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für Sicherheit im Verkehr.
- Hol- und Bringzonen nutzen / Teilstrecken laufen: Lässt sich die Nutzung des Autos nicht vermeiden – etwa, weil der Schulweg schlicht zu lang ist, um ihn komplett zu Fuß zurückzulegen –, sollte das Kind dennoch nicht direkt vor dem Schultor herausgelassen werden. Eltern sollten stattdessen dafür vorgesehene Hol- und Bringzonen nutzen oder ihr Kind ein gutes Stück vor der Schule aussteigen lassen. Den restlichen Weg kann es dann sicher und selbstständig zu Fuß gehen.
- Den Schulweg gemeinsam üben: Eltern können die Wochenenden vor Schulbeginn nutzen, um den Weg mit ihrem Kind Schritt für Schritt abzugehen und knifflige Stellen zu besprechen.
Polizei zum Schulstart
Nach Angaben der Polizei im HSK gehören Kinder zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Vor allem Grundschulkinder könnten Geschwindigkeiten und Entfernungen oft noch nicht gut einschätzen. Sie lassen sich schneller ablenken und reagieren manchmal spontan, so die Polizei. Im HSK gibt es aktuell rund 10 000 Grundschüler, sie werden in rund 50 Schulen unterrichtet.
Es sei wichtig, Kinder früh an die Regeln im Straßenverkehr heranzuführen. Die Polizei betont: Verkehrssicherheit ist ein Lernprozess, bei dem Eltern, Schulen, Kitas und Polizei gemeinsam Verantwortung tragen.
Appell an Autofahrer
Auch Autofahrerinnen und Autofahrer sollten in den kommenden Wochen besonders aufmerksam sein. Vor allem vor Schulen, Kitas, an Bushaltestellen und in Wohngebieten können Kinder plötzlich auf die Straße laufen. Kinder sind kleiner und deshalb oft schlechter zu sehen.
Die Polizei rät zu angepasster Geschwindigkeit und ständiger Bremsbereitschaft. Wer langsam und rücksichtsvoll fährt, hilft mit, dass Kinder sicher in Schule oder Kita ankommen, so die Polizei.