
Die Schulden der kommunalen Kernhaushalte im Hochsauerlandkreis sind 2025 deutlich gestiegen. Nach Zahlen von IT.NRW legte die Verschuldung im HSK binnen eines Jahres um rund 54,6 Millionen Euro zu. Den stärksten Anstieg verzeichnete Arnsberg.
Die Kommunen im Hochsauerlandkreis sind Ende 2025 deutlich höher verschuldet als ein Jahr zuvor. Nach der aktuellen Schuldenstatistik von IT.NRW stiegen die Verbindlichkeiten der kommunalen Kernhaushalte im HSK von 357,5 Millionen Euro Ende 2024 auf 412,1 Millionen Euro Ende 2025. Das entspricht einem Plus von 54,6 Millionen Euro oder 15,3 Prozent.
Rechnerisch lag die Pro-Kopf-Verschuldung im Hochsauerlandkreis damit bei 1.583 Euro je Einwohner. Der HSK blieb damit zwar klar unter dem landesweiten Durchschnitt. In Nordrhein-Westfalen insgesamt lag die Pro-Kopf-Verschuldung der kommunalen Kernhaushalte 2025 laut IT.NRW bei 3.561 Euro.
Arnsberg mit größtem Anstieg
Den größten Anteil am Schuldenanstieg im Hochsauerlandkreis hatte Arnsberg. Die Stadt steigerte ihre Verschuldung von 205,3 Millionen Euro auf 248,3 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von 42,95 Millionen Euro oder 20,9 Prozent.
Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 3.323 Euro lag Arnsberg 2025 zugleich deutlich über dem Kreisdurchschnitt.
Auch Brilon verzeichnete einen kräftigen Anstieg. Dort wuchsen die Schulden von 17,0 Millionen Euro auf 24,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 7,73 Millionen Euro oder 45,4 Prozent. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag in Brilon bei 977 Euro.
Nicht überall sind die Schulden gestiegen
Während einige Städte und Gemeinden neue Schulden aufbauten, gelang anderen Kommunen im HSK ein Abbau.
Den stärksten Rückgang meldete Meschede. Dort sank die Verschuldung von 5,0 Millionen Euro auf 4,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von 815.686 Euro oder 16,4 Prozent. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag 2025 bei nur 141 Euro.
Auch Medebach reduzierte seine Schulden. Die Verbindlichkeiten gingen von 16,5 Millionen Euro auf 16,0 Millionen Euro zurück. Das ist ein Rückgang um 575.107 Euro oder 3,5 Prozent. Trotz des leichten Minus lag die Pro-Kopf-Verschuldung dort mit 2.029 Euro vergleichsweise hoch.
Kreisweit gemischtes Bild
In der Gesamtbetrachtung zeigt sich für den Hochsauerlandkreis ein uneinheitliches Bild: Mehrere Kommunen konnten ihre Schulden verringern, zugleich sorgten vor allem größere Städte für einen deutlichen Anstieg im Kreis insgesamt.
Neben Arnsberg und Brilon legten auch Sundern und Schmallenberg zu. In anderen Kommunen wie Bestwig, Eslohe, Marsberg, Meschede oder Winterberg gingen die Schulden dagegen zurück oder blieben nahezu stabil.
Besonders auffällig ist, wie stark Arnsberg die Entwicklung im Kreis prägt: Ein Großteil des gesamten Schuldenanstiegs im HSK entfällt auf die größte Stadt des Kreises.