Sauerland: Unterschriften gegen Verkehr auf B236
Veröffentlicht: Freitag, 29.08.2025 07:41
Der Mobilitätsverein Sauerland setzt sich für mehr Verkehrssicherheit auf den Bundesstraßen ein. Um Druck auf die Politik zu machen, hat der Verein jetzt in Hallenberg eine Unterschriftenaktion gestartet

Olsberg, Winterberg und Hallenberg ächzen unter dem starken Verkehr auf den Bundesstraßen 236, 480 und 7. Seit dem Abriss der Ramedetalbrücke bei Lüdenscheid und der Sperrung der A44 nutzen LKW die Bundesstraßen durch das Sauerland als Abkürzung. Der Mobilitätsverein Sauerland e.V. setzt sich seit Ende 2023 für mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärmbelastung ein. Jetzt hat der Verein in Hallenberg eine Unterschriftenaktion gestartet. Ab sofort liegen in verschiedenen Geschäften und Einrichtungen an der B236 Unterschriften aus.
Tempo 30 reicht nicht aus
Die Verkehrssituation auf den Bundesstraßen B7, B480 und B236 belaste die Anwohnerinnen und Anwohner bereits seit Jahren massiv. Täglich rollen bis zu 12.000 Fahrzeuge durch die Ortschaften – darunter mehr als 1.600 Schwerlastfahrzeuge. Lärm, Abgase, Unfallgefahren und eine sinkende Lebensqualität seien die Folgen, so der Mobilitätsverein Sauerland. Zwar werde auch in Hallenberg in Kürze eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h eingeführt, doch dies behandele nur die Symptome der Verkehrsprobleme. „Wir begrüßen die Einführung von Tempo 30 in der Nacht, aber das reicht nicht aus. Unsere Bürgerinnen und Bürger brauchen spürbare Entlastung – tagsüber wie nachts“, betont Joachim Reuter, stellvertretender Vorsitzender des Mobilitätsvereins Sauerland. Auch Hallenbergs Bürgermeister Enrico Eppner unterstützt die Initiative: „Die Menschen vor Ort haben ein Recht auf Sicherheit und Lebensqualität. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Druck machen, damit Land und Bund die notwendigen Schritte einleiten.“ Unterstützt wird die Aktion in Hallenberg auch von Günther Schäfer, Vertreter des Mobilitätsvereins vor Ort, der die Unterschriftenaktion vor Ort betreut: „Die Resonanz ist groß, viele Bürgerinnen und Bürger wollen ihre Stimme für eine lebenswertere Zukunft erheben.“
Die gesammelten Unterschriften sollen den politischen Entscheidungsträgern direkt nach der Kommunalwahl im September 2025 übergeben werden – als deutliches Signal für dringend notwendige Veränderungen.
Das sind die Forderungen des Mobilitätsvereins Sauerland
• Blitzeranlagen in allen Ortschaften zur konsequenten Tempokontrolle
• Sanierung der Ortsdurchfahrten für weniger Lärm und höhere Verkehrssicherheit
• Weiterbau der B7n zur nachhaltigen Entlastung der Ortskerne
• Nachtfahrverbot für LKW von 22:00 bis 6:00 Uhr