Sauerland: Sommerpressegespräch mit MdL Kerkhoff

Bildung, Wirtschaft, erneuerbare Energien und die medizinische Versorgung sind Themen beim Sommerpressegespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff in Olsberg.

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff ist zufrieden mit dem ersten Jahr der schwarz-grünen Landesregierung in NRW. Das hat er heute beim Sommerpressegespräch in Olsberg betont. In Krisenzeiten gehe es darum, das Land zusammenzuhalten, die Wirtschaft dabei zu unterstützen auf nachhaltige Energie umzusteigen und in die Bildung von Kindern und jungen Menschen zu investieren. Deshalb solle es im Bereich der Kitas und Schulen keine Kürzungen geben. Lehrer an Grundschulen verdienten bald so viel wie ihre Kollegen an weiterführenden Schulen. Die Angleichung koste das Land rund 900 Millionen Euro.

Medizinische Versorgung

Die bestehenden Krankenhausstandorte im HSK müssen erhalten bleiben, das hat der CDU-Landtagsabgeordnete betont. Zwar könne nicht jedes Krankenhaus alles bieten, aber der Grundsatz, dass jeder ein Krankenhaus in 20 Minuten erreichen sollte, müsse weiter gelten. Auch müsse weiter alles getan werden, um den Hausärztemangel auf dem Land abzumildern.

Transformation der Wirtschaft

Ein weiteres wichtiges Thema ist für Kerkhoff die Umstellung der Industrie auf Energie aus Wind und Sonne. Die müsse gelingen, um die vielen gut bezahlten Arbeitsplätze langfristig zu erhalten. " Wir wollen Industriestandort bleiben, künftig klimaneutral wirtschaften und damit auch gute Arbeitsplätze langfristig sichern", so Kerkhoff.

Ziel sei es, eine klimaneutrale Industrieregion zu werden. Dabei sei Windkraft für die Wirtschaft wichtig. Klimaschutz brauche Technologieoffenheit und Investitionen vor Ort. Es sei wichtig, die Betroffenen vor Ort mitzunehmen und über Beteiligungen einzubeziehen. Produkte aus dem HSK müssten mittelfristig nachweisen können, dass sie klimaneutral produziert wurden. Auch eine Senkung der Stromsteuer hält Kerkhoff in diesem Zusammenhang für sinnvoll.

Kerkhoff zu Merz

Zu dem Wirbel um die Aussagen vom Bundesvorsitzenden Friedrich Merz zur AfD, sagte Kerkhoff, Merz habe alles gesagt, was es dazu zu sagen gebe. Er selbst sei froh als Kreisvorsitzender im HSK nicht in so einer Situation zu sein, wie Kollegen in Sachsen-Anhalt. Der CDU-Kreisverband Hochsauerland ist einer der größten Kreisverbände der CDU in Deutschland.

Windkraftausbau

Wo kommen demnächst Windräder bei uns hin? Erste Antworten könnte es schon bald geben. Anfang September sollen Pläne für Windkraftkonzentrationsflächen im HSK bekannt werden. Das hat Kerkhoff angekündigt. Dann würde der Regionalrat der Arnsberger Bezirksregierung eine Karte mit möglichen Standorten in Südwestfalen veröffentlichen. In vielen Orten bei uns gibt es Widerstand gegen neue Windräder. Die NRW-Regierung will beim Ausbau deutlich schneller werden.

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