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Sauerland: Mehr Infekte mit Rotaviren gemeldet
© AOK NordWest
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Sauerland: Mehr Infekte mit Rotaviren gemeldet

Rotaviren sind eine der Hauptursachen für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Im Hochsauerlandkreis stieg die Zahl der gemeldeten Rotavirus-Infektionen im vergangenen Jahr weiter an. Laut der AOK NordWest, die sich auf aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin beruft, wurden im Jahr 2023 insgesamt 45 Fälle registriert. 

Veröffentlicht: Dienstag, 10.09.2024 11:49

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Mit insgesamt 45 Fällen hat sich die Zahl der Infekte fast verdoppelt. Im Jahr 2022 waren es 25 Fälle und im Jahr 2021 lediglich elf Fälle. „Durch die Aufhebung der Corona-Maßnahmen treten Rotavirus-Infektionen wieder vermehrt auf. Der Trend zu steigenden Zahlen setzt sich scheinbar fort. Daher raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen und Kleinkindern vorzunehmen und auf bestimmte Hygieneregeln zu achten“, sagt Dirk Schneider, Serviceregionsleiter der AOK.

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Schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern

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Rotaviren verursachen Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern verlaufen diese Erkrankungen oft schwer, da sie sehr empfindlich auf den Verlust von Flüssigkeit und Salzen reagieren, so die AOK. Es ist daher wichtig, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, um lebensbedrohliche Zustände zu vermeiden.

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Impfung gegen Rotaviren empfohlen

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Da es keine spezifischen Medikamente gegen Rotaviren gibt, können nur die Symptome gelindert werden. „Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Schluckimpfung gegen Rotaviren für Säuglinge. Diese wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen“, erklärt Schneider. Je nach verwendetem Impfstoff sind zwei oder drei Dosen im Abstand von vier Wochen notwendig. Rotaviren sind hoch ansteckend und können auch Erwachsene infizieren. Die Übertragung erfolgt meist über Schmierinfektionen, bei denen kleinste Stuhlreste an den Händen weitergegeben werden. Von dort gelangen die Erreger in den Mund und in den Verdauungstrakt. Ansteckungen können über verunreinigte Gegenstände wie Handgriffe, Toiletten, Armaturen oder Lebensmittel erfolgen.

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