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Sauerland: Gewerkschaft der Polizei fordert Taser
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Sauerland: Gewerkschaft der Polizei fordert Taser

Ein Drittel der Polizeibehörden in NRW hat schon Erfahrungen mit dem Taser gesammelt. Auch die Polizei im Hochsauerlandkreis wünscht sich die Elektroschock-Pistole

Veröffentlicht: Mittwoch, 12.11.2025 23:23

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Die Gewerkschaft der Polizei im Hochsauerlandkreis fordert auch für die Polizei im Sauerland die Einführung des Tasers. "Der Taser ist ein Hilfsmittel in besonderen Lagen und kann zur Deeskalation einer Situation beitragen", sagt Sven Brandes in einem Gespräch mit Radio Sauerland. Er ist Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei bei uns. Die Kolleginnen und Kolleginnen wünschten sich, mit dem Taser ausgestattet zu werden. Nach Meinung von Brandes führt der Taser auch dazu, dass die Polizei seltener von der Schusswaffe Gebrauch machen muss. Als Beispiel nennt er die Schüsse auf einen Randalierer in Alt-Arnsberg Mitte Oktober. Dort war ein Mann mit einer Eisenstange auf mehrere Polizisten losgegangen und hatte drei Streifenwagen demoliert. Ein Schuss aus einer Polizeiwaffe ins Bein stoppte den rasenden Mann. Mit dem Taser hätte sich die Situation vielleicht vorher schon beruhigen lassen, so Brandes.

Zwei wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Polizeibehörden in NRW, die den Taser bereits im Dienst testen, damit sehr zufrieden sind. Heute Nachmittag werden die Studien im Innenausschuss des Landtages vorgestellt.

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4000 Polizisten im Streifendienst sind zu ihrer Meinung zum Taser-Einsatz befragt worden

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Für die Studien wurden rund 4000 Polizisten im Streifendienst befragt. Die Hochschule der Polizei NRW und die Berlin School of Economics and Law führten die Untersuchungen durch. Ihr Fazit: Die Beamten bewerten den Taser positiv. Besonders die abschreckende Wirkung allein durch die Androhung der Waffe sei hilfreich, um Konflikte zu entschärfen. Als typische polizeiliche Einsätze werden Bedrohungslagen, Widerstandssituationen, Nachbarschaftskonflikte, auch im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, sowie größere Veranstaltungen und Menschenansammlungen genannt.

Es gibt aber auch Kritik. Forscher der Polizeihochschule bemängeln, dass manche Beamte den Taser zu schnell einsetzen – oft, bevor der Einsatz gerechtfertigt ist. Das geschehe, um lange Verhandlungen zu vermeiden oder aus Angst vor körperlichen Auseinandersetzungen.

Der Taser wird bislang in 18 von 47 Polizeibehörden in NRW genutzt.


Quelle: dpa

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So funktioniert der Taser:

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Zwei Pfeile verlassen explosionsartig das Gehäuse des Tasers, verhaken sich im Körper des Getroffenen und versetzen ihm einen Stromschlag. Wenn man von einem Taser getroffen wird, lösen die mit Draht verbundenen Projektile einen schmerzhaften Elektroschock aus, der zu schmerzhaften Muskelkontraktionen führt und die Person für einige Sekunden oder länger handlungsunfähig macht. 

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