Sauerland: Geldautomatensprenger geschnappt
Veröffentlicht: Freitag, 29.08.2025 05:17
Ermittler habe jetzt die mutmaßlichen Täter festgenommen, die auch für die Geldautomatensprengung in Medebach-Oberschledorn Ende Oktober 2024 verantwortlich sein sollen

Die Polizei hat jetzt in Österreich vier mutmaßliche Geldautomatensprenger festgenommen. Sie sollen Ende Oktober 2024 auch den gemeinsamen Geldautomaten von Volksbank und Sparkasse in Medebach-Oberschledorn gesprengt haben. In den Geschäftsräumen war damals ein hoher Sachschaden entstanden. Nach Zeugenaussagen flüchteten die Täter anschließend mit einem Audi RS 6. Sie konnten entkommen. Die Festnahmen der mutmaßlichen Geldautomatensprenger durch ein Spezialkommando in Österreich sind das Ergebnis monatelanger Ermittlungen in NRW. Die Verdächtigen sollen für eine Reihe von Sprengattacken in Deutschland und Österreich verantwortlich sein. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft in Düsseldorf mitgeteilt.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Sprengung eines Geldautomaten in Solingen im März 2024. Durch eine am Tatort gesicherte DNA-Spur gerieten zwei Niederländer im Alter von 28 und 32 Jahren in den Fokus.
Sprengattacken in NRW und Österreich
Die zwei Niederländer sollen mindestestens an sechs Taten beteiligt gewesen sein. Neben Solingen werden den Tatverdächtigen auch Geldautomatensprengungen in diesen Orten zur Last gelegt: Bottrop (3. Juni 2024), Ennigerlohe (15. Oktober 2024), Medebach (31. Oktober 2024), Gänserndorf / Österreich (5. Februar 2025) und Neusiedl am See / Österreich (8. Februar 2025). Hierbei erbeuteten die Täter eine mittlere sechsstellige Summe und verursachten an allen Tatorten große Gebäudeschäden.
In der vergangenen Woche griffen österreichische Spezialeinheiten nach einer erneuten Sprengung in Hofkirchen im Bezirk Linz zu. Festgenommen wurden die beiden Niederländer, ein 19-Jähriger aus Bochum sowie eine 25 Jahre alte Niederländerin.
Bei Durchsuchungen in Bochum und in den Niederlanden wurden Beweismittel sichergestellt. Gegen alle vier Beschuldigten erließ ein Gericht Haftbefehle. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf geführt und fanden in Zusammenarbeit mit niederländischen und österreichischen Behörden statt. Europol unterstützte den Einsatz.