
Die Freiwillige Feuerwehr in Marsberg-Westheim hat seit 2021 eine Drohneneinheit. Der Grund: 2020 gab es zwei große Waldbrände, bei denen die Feuerwehr Schwierigkeiten hatte, die Lage einzuschätzen. Mit Drohnen geht das schneller und präziser. Sie helfen, die Ausbreitung eines Feuers zu erkennen und gezielt zu löschen.
Die Drohnen kommen überall dort zum Einsatz, wo das Gelände schwer einsehbar ist. Neben Waldbränden werden sie auch bei Gefahr für Menschenleben eingesetzt – etwa bei Bränden in Mehrfamilienhäusern, schweren Verkehrsunfällen oder Personensuchen. Die Drohneneinheit ist eine Sonderaufgabe der Feuerwehr Westheim. Sie wird je nach Einsatzlage im Stadtgebiet hinzugezogen und hat etwa 15 Einsätze pro Jahr.
Für die Steuerung der Drohnen brauchen die Feuerwehrleute einen Drohnenführerschein. Bei einem Einsatz sind vier Personen beteiligt: ein Truppführer, ein Pilot, ein Co-Pilot und ein Bildauswerter. Insgesamt gehören 10 bis 15 Mitglieder zur Einheit.
Im Hochsauerlandkreis gibt es weitere Drohneneinheiten, etwa in Schmallenberg, Winterberg, Brilon, Arnsberg und Sundern. Die Feuerwehren arbeiten eng zusammen. Wenn eine Kommune keine Drohne hat, hilft eine andere aus – wie in Meschede, wo die Feuerwehr die Drohne des Deutschen Roten Kreuzes nutzt.
Deutschlandweit gibt es rund 700 Drohneneinheiten. 63 Prozent davon gehören zur Feuerwehr, der Rest etwa zum Technischen Hilfswerk oder zur Polizei.