
13 Leute sind seit dem 20 Oktober auf der Winterberger Bobbahn im Einsatz. Sie spritzen zunächst Wasser auf den Beton, damit sich Eis in der Bahn bilden kann. Die komplette Rennstrecke wird künstlich mit Ammoniak gekühlt. Den Rauhreif müssen die Männer um Bahnchef Ingo Goetze mit speziellen Werkzeugen runterkratzen. Heute um 9 Uhr beginnen die ersten Trainingsläufe der deutschen Bob-Elite. Die Schicht der Bahnarbeiter hat bereits um 4.30 begonnen. Nach jedem Trainingsdurchgang wird die Bahn zusätzlich noch einmal präpariert.
3 Athleten aus dem Sauerland haben Olympia jetzt schon im Visier
Der Hallenberger Felix Seibel muss noch um seinen Platz im deutschen Weltcupteam und somit auch das Olympiaticket kämpfen. Der 28jährige kann sich bei den nationalmannschaftsinternen Qualifikationsrennen in dieser Woche in Winterberg einen Platz im Weltcupteam sichern. Damit hätte Seibel auch gute Olympiachancen. Die Bobnationaltrainer René Spies aus Winterberg ist der aktuell erfolgreichste deutsche Nationaltrainer. Und bei Olympia werden seine Athleten die deutsche Medaillensammlung wohl aufstocken. Fest für das deutsche Weltcup-und Olympiateam gesetzt ist die 28jährige Schmallenbergerin Hannah Neise. Die 28jährige ist Skeleton-Olympiasiegerin von 2022.
Das Bahnteam sorgt für eine perfekt präparierten Bobbahn
Arbeit des Bahnteams wird immer wichtiger. Ohne perfekt präparierte Bahn keine Spitzenleistung. Schon die kleinsten Buckel im Eiskanal kosten nicht nur wertvolle Bruchteile von Sekunden, sondern können auch schwere Stürze verursachen. Die Bobs werden immer schneller, erreichen Spitzengeschindigkeiten in Winterberg von bis zu 140 km. Deshalb wird der Bobsport gefährlicher. Erfahrene Bahnarbeiter wissen, in welchen Kurven sie besonders konzentriert arbeiten müssen. Trainer, Sportler tauschen sich deshalb auch mit dem Bahnteam aus.