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Sauerland: Daten aus Todesanzeigen für Schockanrufe
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Sauerland: Daten aus Todesanzeigen für Schockanrufe

Beim Bekämpfen von Schockanrufen setzt die Polizei auf die Zusammenarbeit mit Sauerländer Bestattern

Veröffentlicht: Mittwoch, 24.09.2025 09:57

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Auch im Sauerland hat es schon viele Schockanrufe gegeben. Zumeist ältere Menschen werden so um Geld und Wertsachen betrogen. Auch bundesweit habe diese Betrugsmasche besorgniserregende Ausmaße angenommen, so die Polizei im Hochsauerlandkreis. Die Betrüger nehmen die Infos für ihre Schockanrufe häufig aus Todesanzeigen. Ihr Ziel sind die Hinterbliebenen des Verstorbenen.

Hierbei werden die in der Todesanzeige aufgeführten, personenbezogenen Daten zur Untermauerung der Glaubwürdigkeit herangezogen. Erfahrungsgemäß befinden sich die angerufenen Opfer aufgrund des Zeitpunktes der Beerdigung in einer emotionalen Tiefphase. In diesem persönlichen Ausnahmezustand liegt in einer solchen Situation eine höhere Bereitschaft vor, Geld bzw. Wertsachen auszuhändigen.

Polizei zieht Bestattungsfirmen im Sauerland in Präventionsarbeit mit ein

Aufgrund der Sichtung der Todesanzeigen ist bei der Kriminalprävention der Polizei im HSK die Idee entstanden, örtliche Bestattungsfirmen im Hochsauerlandkreis in die Kriminalprävention einzubeziehen.

Bestattungsunternehmen im Hochsauerlandkreis waren jetzt zu einer Infoveranstaltung zu Schockanrufen mit Kriminalhauptkommissar Milhoff eingeladen.

Die Bestatter wurden mit entsprechenden Flyern versorgt und beabsichtigen das Thema in ihren Kondolenzgesprächen, in Bezug auf Traueranzeigen mit Angehörigen angemessen einzubeziehen. Die Polizei plant eine weitere Veranstaltung für Bestatter.

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Tipps der Polizei zum Verhalten bei einem Schockanruf

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 - Lassen Sie sich nicht unter (zeitlichen) Druck setzen. Nehmen Sie sich einen Moment, um die Angelegenheit zu überdenken

- Ziehen Sie, wenn Sie sich unsicher sind, eine Vertrauensperson hinzu.

- Denken Sie daran: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste.

- Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

- Rufen Sie den Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an.

- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!

- Bedenken Sie: Niemals ist die medizinische Behandlung eines Unfallopfers von einer vorherigen Zahlung eines Geldbetrages abhängig


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