
Im Jugendamtsbezirk des Hochsauerlandkreises liegt die U3-Betreuungsquote im Kita-Jahr 2025/2026 bei 44,3 %. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort, wenn auch mit einer moderaten Steigerung gegenüber dem Vorjahr (44,0 %). Seit Einführung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) hat sich die Quote kontinuierlich entwickelt und spiegelt die Fortschritte beim Ausbau der Betreuungsangebote wider, so der Kreis.
Entwicklung der U3-Betreuungsquote
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der U3-Betreuungsquote seit Inkrafttreten des KiBiz:
- 2008/2009: 15,4 %
- 2009/2010: 17,3 %
- 2010/2011: 23,3 %
- 2021/2022: 43,6 %
- 2022/2023: 46,4 %
- 2023/2024: 44,8 %
- 2024/2025: 44,0 %
- 2025/2026: 44,3 %
In einigen Kommunen sind die Einrichtungen vollständig ausgelastet, sodass keine weiteren Kinder aufgenommen werden können. Um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz sicherzustellen, wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören unter anderem neue Großtagespflegestellen. Die wurden in Eslohe, Marsberg-Bredelar und Meschede-Wennemen eröffnet. In anderen Kommunen wie Brilon und Marsberg stehen derzeit freie Plätze zur Verfügung. Diese könnten zur Entlastung in den angespannten Kommunen beitragen, heißt es.
Die Kreisverwaltung beobachtet die Entwicklung der Geburtenzahlen und Zuwanderung genau, da diese Faktoren die zukünftige Nachfrage nach Betreuungsplätzen maßgeblich beeinflussen. Der demografische Wandel und die sinkende Geburtenrate stellen die Kita-Landschaft vor einen strukturellen Wandel. Es wird erwartet, dass geplante Investitionen künftig besonders sorgfältig geprüft werden müssen, um eine Überkapazität zu vermeiden.