
Eine ausgewogene Mischung aus Wohnraum für Einheimische und Ferienwohnungen - das ist das Ziel der Städte Brilon und Winterberg. In der Vergangenheit sorgte diese Entwicklung zu knappem Wohnraum und Beschwerden von Anwohnern. Die Stadt Brilon will deshalb einen neuen Bebauungsplan für den Ortsteil Brilon-Wald aufstellen. Das ist heute Thema im Bauausschuss der Stadt.
Bis der Bebauungsplan rechtskräftig ist, gilt eine Veränderungssperre. Sie soll unerwünschte Nutzungen und Bauaktivitäten verhindern. Die Sperre endet spätestens nach zwei Jahren oder mit Abschluss des Verfahrens.
Das Plangebiet umfasst fast den gesamten Ortsteil Brilon-Wald, ausgenommen sind Flächen östlich der Korbacher Straße, wie der Bahnhofsbereich und das Schlosshotel. Diese Bereiche haben keine Wohnnutzung. Nach einer erneuten Prüfung wurde entschieden, die Flächen gegenüber dem Schlosshotel bis zur ehemaligen Pension „Lindenhof“ nicht einzubeziehen. Dort bleibt die Vermietung an Monteure wie bisher erlaubt.
Das Gebiet ist rund 28,2 Hektar groß. Dort soll der Flächennutzungsplan angepasst werden: Der Ortsteil wird überwiegend als „Sonderbaufläche Wohnen und Ferienwohnen“ ausgewiesen. Parallel dazu wird ein Bebauungsplan erstellt. Nach Bürgerwünschen könnte die Nutzung aufgeteilt werden: 50 Prozent der Fläche je Grundstück für Dauerwohnen, 50 Prozent für Ferienwohnen.
Vor der endgültigen Entscheidung werden öffentliche und private Interessen sorgfältig abgewogen. Der Rat wird voraussichtlich die Änderungen des Flächennutzungsplans und den neuen Bebauungsplan beschließen.
Keine neuen Ferienwohnungen mehr
Auch die Stadt Winterberg stoppt den Wildwuchs bei Ferienwohnungen. Der Rat Winterberg hat Ende Oktober einstimming für neue Bebauungspläne in der Nähe der touristischen Highlights wie dem Skiliftkarussell und dem Erlebnisberg Kappe gestimmt. Betroffen sind die Straßen "Am Schneil" und "Am Waltenberg". Dort gibt es schon jetzt außergewöhnliche viele Ferienwohnungen. Durch die Änderung der Bebauungspläne ist jetzt ganz klar festgelegt, dass in diesem Gebiet keine neuen Ferienwohnungen mehr entstehen dürfen. Für bestehende gibt es einen Bestandsschutz. Durch die Änderungen will die Stadt Winterberg das Gleichgewicht zwischen der großen Anzahl von Ferienwohnungen in Winterberg und bezahlbarem Wohnraum wieder herstellen. Gebäude sollen nicht mehr nur für die Unterbringung von Feriengästen genutzt werden.