
Die Talsperren im Sauerland leisten wegen der anhaltenden Trockenheit derzeit Schwerarbeit: Der Ruhrverband gibt nach eigenen Angaben aktuell mehr als siebenmal so viel Wasser ab, wie gleichzeitig zufließt. Der Füllstand des gesamten Talsperrensystems lag am 5. August trotzdem noch bei rund 80 Prozent - das sind etwa 380 Millionen Kubikmeter Wasser. Zum vom Ruhrverband in Essen betriebenen Talsperrensystem gehören auch der Möhne-, Sorpe-, und Hennesee.
Wasserversorgung trotz Trockenheit gesichert
Nach Angaben des Ruhrverbands sorgt das Talsperrensystem im Sauerland dafür, dass die Ruhr jederzeit genug Wasser führt. So können Wasserentnahmen aus dem Fluss weiter uneingeschränkt stattfinden. Das sei vor allem wichtig für die sichere Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Ohne das Zuschusswasser aus den Talsperren würde die Ruhr laut Ruhrverband an einigen Stellen derzeit sogar komplett trockenfallen. Hintergrund ist, dass an manchen Pegeln aktuell mehr Wasser entnommen wird, als ohne die Unterstützung aus den Talsperren im Fluss vorhanden wäre.
Trotz der angespannten Lage sei die Wasserversorgung auch in den kommenden Monaten gesichert. Der Ruhrverband verweist dabei auf die Reserven in seinen Talsperren im Sauerland.
Klimawandel auch im Sauerland zu spüren
Seit Jahresbeginn habe es mit Ausnahme von Februar und Mai in fast jedem Monat zu wenig Niederschlag gegeben. Besonders trocken sei der Juli gewesen: Er brachte laut vorläufiger Auswertung nur knapp ein Viertel des sonst üblichen Monatsniederschlags. Der Ruhrverband sieht darin auch ein Zeichen dafür, dass sich Extremwetterlagen durch den Klimawandel im Ruhreinzugsgebiet immer stärker bemerkbar machen.