
Die Stieleiche gewinnt auch im Sauerland durch den Klimawandel weiter an Bedeutung. Als vergleichsweise widerstandsfähige Baumart steht sie stärker im Fokus von Forschung und forstlicher Praxis. Dazu hat das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft von Wald und Holz NRW jetzt ein neues Kompendium veröffentlicht. Das Kompendium mit dem Titel „Eiche - Zukunftsbaumart und ökologisch wertvoll - Chancen, Herausforderungen & Empfehlungen“ bündelt aktuelles Wissen rund um die Eiche. Ein Kompendium ist eine kompakte Sammlung von Fachwissen, also eine Art übersichtliches Nachschlagewerk. Im Kompendium geht es um Ökologie, Waldschutz, Waldbau, Biodiversität und die wirtschaftliche Nutzung der Eiche. Auch aktuelle Probleme wie Trockenstress und Schädlingsbefall werden behandelt. Unterstützt wird die Arbeit durch digitale Monitoringverfahren, die Schäden im Wald früh erkennen sollen.
Forstexperten bingen Theorie und Praxis zusammen
Praxisnahen Wissenstransfer fördern in NRW außerdem sogenannte Marteloskope. Das sind Übungsflächen im Wald, auf denen sich mit digitaler Technik simulieren lässt, was passiert, wenn bestimmte Bäume genutzt oder entnommen werden.
„Die Wälder stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Eiche ist dabei eine wertvolle Misch- und Zukunftsbaumart“, sagt Thomas Wälter, Leiter des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg.
Warum die Eiche so wichtig ist
Die Eiche ist für den Wald aus mehreren Gründen wertvoll: Sie ist ein wichtiger Lebensraum für viele Tier-, Pilz- und Pflanzenarten, liefert hochwertiges Holz und spielt eine zentrale Rolle in klimaangepassten Mischwäldern. Gerade solche Mischwälder gelten als stabiler gegenüber Trockenheit, Schädlingen und anderen Folgen des Klimawandels.