
Sauerländer Polizei gibt Tipps gegen Taschendiebstahl
Taschendiebstahl kommt auch im Hochsauerlandkreis vor. Die Polizei warnt: Täter nutzen Gedränge, Unachtsamkeit und manchmal auch die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus. Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko verringern.
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Taschendiebstahl betrifft nicht nur Seniorinnen und Senioren
„Aufgrund der professionellen Vorgehensweise kann jeder Opfer eines Taschendiebstahls werden“, sagt Oliver Milhoff vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz.
Betroffene bemerkten den Diebstahl häufig erst später. Dann könnten sie den Tatort oder mögliche Täter oft nicht mehr beschreiben.
Mit einer gestohlenen Tasche gehen unter Umständen nicht nur Geld und Handy verloren. Auch Ausweise, Schlüssel oder Medikamente können fehlen. Hinzu kommt der Aufwand, Karten zu sperren und Dokumente neu zu beantragen.
Das hilft, um die Wertsachen zu schützen
Die Polizei rät, nur so viel Bargeld mitzunehmen wie nötig und Wertsachen in verschließbaren Innentaschen der Oberbekleidung aufzubewahren. Handtaschen sollten geschlossen bleiben und mit dem Verschluss zum Körper getragen werden. In belebten Bereichen empfiehlt die Polizei, Rucksäcke unter dem Arm statt auf dem Rücken zu tragen.
Wer sich hinsetzt, sollte Tasche oder Rucksack zwischen die Füße stellen - nicht an die Stuhllehne hängen. PINs und Zugangsdaten gehören nicht auf einen Zettel in der Geldbörse oder ins Handy-Etui. Wer von Unbekannten angesprochen werden, sollte erhöhte Aufmerksamkeit zeigen.
Was tun, wenn Handy oder Geldbörse weg sind?
Ist etwas gestohlen worden oder kommt es zu einer verdächtigen Situation, rät die Polizei sofort die 110 zu wählen. Konto- und Kreditkarten können über den zentralen Sperr-Notruf 116 116 gesperrt werden. Bei einer gestohlenen Debitkarte sollten Betroffene die Polizei auch auf eine Sperrung für das Lastschriftverfahren ansprechen. Ist das Mobiltelefon weg, sollte zusätzlich die SIM-Karte gesperrt werden.
Wer einen Taschendiebstahl beobachtet, sollte andere darauf aufmerksam machen, sich aber nicht selbst in Gefahr bringen. Zeugenaussagen können der Polizei und den Betroffenen helfen.
Weniger Taschendiebstähle in 2025
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei im Hochsauerlandkreis laut ihrer Kriminalitätsstatistik 124 Taschendiebstähle. Das war ein deutlicher Rückgang von 46,09% im Vergleich zum Vorjahr (2024: 230). Laut Polizei lässt sich das damit begründen, dass die Bürgerinnen und Bürger mittlerweile achtsamer mit ihrem Eigentum umgehen und die Präventionsarbeit der Polizei Erfolg zeigt. So sind z.B. regelmäßig Beamte als sog. Präventionsstreifen in der Nähe zu Supermärkten unterwegs, um vor Taschendiebstählen zu warnen.