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Sauerländer Kommunen prüfen Bioabfall genauer
© Lobbe
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Sauerländer Kommunen prüfen Bioabfall genauer

Mehrere Städte und Gemeinden wollen mit Hinweisaktionen die Menschen zu einer besseren Mülltrennung bewegen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 17.06.2026 04:00

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Im Frühjahr hatten sich acht Kommunen aus dem östlichen Sauerland zusammengetan, um gemeinsam etwas für besser getrennten Biomüll zu tun. Ziel der Kampagne: die Zahl der sog. Störstoffe zu verringern, also von Dingen, die nicht in den Biomüll gehören. Im Rahmen der Kampagne wollen die Abfallunternehmen ab sofort im Auftrag der Kommunen stärkere Kontrollen und gezielte Hinweisaktionen an Biotonnen durchführen. Das soll die Bürgerinnen und Bürger bei der richtigen Mülltrennung unterstützen und die Qualität des Bioabfalls verbessern.

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Kampagne läuft seit Mai

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Mit dabei sind die Kommunen Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, und Olsberg sowie Abfallentsorgungsbetrieb des Hochsauerlandkreises, kurz AHSK und die Umweltdienstleister Lobbe und Remondis. Schon seit Mai informiert die gestartete Kampagne darüber, welche Abfälle in die Biotonne gehören und welche nicht.

Jetzt sollen Bürgerinnen und Bürger außerdem noch gezielter direkt vor Ort angesprochen werden. Wenn Biotonnen Störstoffe enthalten, also falsch entsorgte Materialien, bringen die Kommunen gelbe Tonnenanhänger oder Informationsschreiben an. Diese sollen konkrete Tipps zur richtigen Befüllung geben.

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Warum saubere Biotonnen wichtig sind

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Nach Angaben der Beteiligten geht es dabei vor allem um eine bessere Qualität des eingesammelten Bioabfalls. Nur wenn Biotonnen richtig befüllt sind, kann der Inhalt effizient weiterverarbeitet werden.

AHSK-Betriebsleiter Lothar Thiele sagt, die Hinweisaktionen sollen informieren und Orientierung schaffen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern solle die Qualität des Bioabfalls dauerhaft verbessert werden. Das sei auch ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz.

Auch Lobbe-Geschäftsführer Marcell Wiese betont die Bedeutung der richtigen Trennung. Nur korrekt befüllte Biotonnen ermöglichten eine effiziente Verarbeitung zu hochwertigem Kompost. Je sorgfältiger der Bioabfall getrennt werde, desto besser könne daraus Naturdünger für landwirtschaftliche Flächen entstehen.

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Was in die Biotonne gehört

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In die Biotonne gehören vor allem Küchenabfälle und Gartenabfälle. Dazu zählen unter anderem Obst- und Gemüsereste, gekochte Speisen, Brot und Backwaren, Eierschalen, Kaffeesatz und Teebeutel. Auch Laub, Gras- und Strauchschnitt, Pflanzen, Nadeln und weitere Gartenabfälle dürfen hinein.

Nicht in die Biotonne gehören dagegen Störstoffe wie Plastiktüten, kompostierbare Abfallbeutel, Windeln, Hygieneartikel, Glas, Metall oder Elektrogeräte.

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Falscher Müll erschwert die Verwertung und kann teuer werden

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Die Kommunen machen deutlich, dass ausschließlich organische Materialien in Kompostieranlagen sinnvoll verwertet werden können. Nur so lässt sich der Bioabfall wieder in den Wertstoffkreislauf zurückführen. Eine saubere Trennung bringt nach Angaben der Kampagnenmacher klare Vorteile: Sie verbessert die Verwertung, sichert die Qualität des Komposts und kann helfen, zusätzliche Kosten zu vermeiden. Die könnten auch bei denen entstehen, die die Tonnen falsch befüllen: Sollten mehrfach Störstoffe in einer Tonne festgestellt werden, könnte sie stehenbleiben oder als Restmüll entsorgt werden, was teurer ist.

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